Facts:
Genre: Action, Fantasy
Regie: Marc Webb
Genre: Action, Fantasy
Regie: Marc Webb
Cast: Andrew Garfield, Emma Stone, Dane DeHaan, Jamie Foxx, Martin Sheen
Laufzeit:
142 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Sony Pictures Germany
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Sony Pictures Germany
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| (c) Sony Pictures Germany |
Inhalt:
Für Peter Parker (Andrew Garfield) bedeutet das Leben aktuell vor allem eines: Stress! Auf der einen Seite fühlt er sich aufgrund seiner übermenschlichen Fähigkeiten dazu verpflichtet, als Spider-Man die Bevölkerung New Yorks zu beschützen. Auf der anderen Seite hat er aber auch die ganz alltäglichen Pflichten eines normalen jungen Mannes. Daher sehnt Peter seinen Highschool-Abschluss herbei, um endlich mehr Zeit für die Verbrechensbekämpfung zu haben. Auch die Situation zwischen ihm und seiner Freundin Gwen Stacy (Emma Stone) muss geklärt werden, schließlich hat Peter ihrem sterbenden Vater (Denis Leary) versprochen, sie nicht in Gefahr zu bringen. Doch eben das passiert, als der zum buchstäblich unter Strom stehenden Electro mutierte Oscorp-Mitarbeiter Matt Dillon (Jamie Foxx) auf dem Times Square außer Kontrolle gerät. Dann kehrt schließlich auch noch Peters alter Freund und Oscorp-Erbe Harry Osborn (Dane DeHaan) zurück, der ebenfalls nichts Gutes im Schilde führt…
Bewertung:
Nach dem Titellogo stürzt sich Spider-Man direkt in eine erste
Action-Sequenz: Der Held schwingt durch New Yorks Häuserschluchten und
sofort fallen die noch einmal deutlich plastischer als im Vorgänger
wirkenden 3D-Bilder auf. Und wenn Spider-Man den mit einem gekaperten
Oscorp-Transporter samt radioaktivem Material durch Manhattan rasenden
Rhino (Paul Giamatti) aufzuhalten versucht, begeistert vor allem der in
Fülle vorhandene Lausbuben-Witz (vor dem Einschlagen der
Windschutzscheibe wird erstmal höflich angeklopft), für den seine Fans
Spider-Man so lieben. Dabei bleibt Andrew Garfield („The Social
Network“) mit seiner völlig unpathetischen Art auch in der Fortsetzung
der liebenswert-natürliche Superheld von nebenan. Von allen
Marvel-Heroen kann man sich mit ihm wohl am leichtesten identifizieren,
zumal auch die romantischen Kabbeleien mit Emma Stone („Einfach zu
haben“) als Gwen Stacy erneut ebenso brillant-schlagfertig geschrieben
wie gespielt sind: Wenn in einem Comic-Blockbuster eine
Beziehungsaussprache genauso aufregend ausfällt wie die kurz darauf
folgende Zerstörung des New Yorker Times Square, dann haben die Macher
definitiv etwas richtig gemacht!
Obwohl er letztlich nur ein Handlanger von Harry Osborn ist, zählt der sogar im Titel erwähnte Electro zu den faszinierendsten Schurken im Marvel-Universum – und das liegt nicht nur an der effektvollen Computeranimation der zerstörerischen Kräfte des unter Starkstrom stehenden Mutanten, sondern auch und vor allem an Oscar-Preisträger Jamie Foxx („Ray“), der in dieser Rolle seine Talente als dramatischer Schauspieler und Stand-up-Komiker perfekt kombiniert: Max Dillon ist ein totaler Loser mit fragwürdiger Frisur, den seine Kollegen bei Oscorp regelmäßig als Schuhabtreter missbrauchen und der zu einem besessenen Spider-Man-Fan wird, nachdem der Spinnenmann ihm nicht nur das Leben gerettet, sondern anschließend sogar noch ein paar Worte mit ihm gewechselt hat. Foxx legt seinen Part als comichaft überhöhte Verlierer-Karikatur an, verleiht dem ständig Übersehenen aber gleichzeitig so viel menschliche Tragik, dass man zumindest bei ihrem ersten Duell eher Electro als Spider-Man die Daumen drückt. Dane DeHaan („Chronicle“) spielt den todkranken Konzernerben und kommenden Green Goblin Harry Osborn unterdessen mit einem überzeugenden fanatischen Wahn, kann sich aber noch nicht endgültig von James Francos Darstellung der Rolle in Sam Raimis „Spider-Man“-Trilogie lösen, wozu er aber ebenso wie die diesmal nur in wenigen Szenen als Harrys Assistentin Felicia auftretende Felicity Jones („Like Crazy“) in den kommenden Fortsetzungen wohl noch einige Gelegenheit erhalten wird.
„The Amazing Spider-Man 4“ sowie Spin-offs zu Venom und den Sinister Six sind zwar bereits angekündigt, aber Marc Webb betrachtet die ersten drei Teile der Reihe trotzdem als eigene Trilogie. Und da heißt es für den Regisseur nun ganz schön jonglieren: In diesem zweiten Teil muss er sowohl das im Vorgänger angedeutete Mysterium um Peters verschollene Eltern sinnvoll aufgreifen, als auch die Bösewicht-Truppe Sinister Six zumindest teilweise für die Fortsetzungen und Ableger an den Start bringen – und dazu will er natürlich noch eine eigene Geschichte erzählen. Aber auch wenn das Schicksal von Peters Vater Richard (Campbell Scott) in Anbetracht der dann doch überschaubaren Auswirkungen auf das aktuelle Geschehen etwas zu viel Raum erhält (gleich die ersten zehn Minuten sind eine ausführliche Rückblende), hält Webb insgesamt doch hervorragend die Waage zwischen Rückblick, Vorbereitung und dem Hier und Jetzt, weshalb sich trotz der stolzen Laufzeit von mehr als 140 Minuten nie Längen einschleichen. Und statt wie in den Filmen der Marvel Studios („Captain America“, „Thor“ & Co.) einfach im Abspann noch eine bestenfalls lose mit dem Rest zusammenhängende Szene zu platzieren, um den Hype für den folgenden Film anzufeuern, verwendet Webb gleich die ganze finale Viertelstunde, um unsere Vorfreude auf „The Amazing Spider-Man 3“ zu schüren: Das wirkt nicht nur organischer, es ist auch wirkungsvoller als ein einfach angeklatschter Blick auf den nächsten Gegenspieler.
Fazit:
Obwohl er letztlich nur ein Handlanger von Harry Osborn ist, zählt der sogar im Titel erwähnte Electro zu den faszinierendsten Schurken im Marvel-Universum – und das liegt nicht nur an der effektvollen Computeranimation der zerstörerischen Kräfte des unter Starkstrom stehenden Mutanten, sondern auch und vor allem an Oscar-Preisträger Jamie Foxx („Ray“), der in dieser Rolle seine Talente als dramatischer Schauspieler und Stand-up-Komiker perfekt kombiniert: Max Dillon ist ein totaler Loser mit fragwürdiger Frisur, den seine Kollegen bei Oscorp regelmäßig als Schuhabtreter missbrauchen und der zu einem besessenen Spider-Man-Fan wird, nachdem der Spinnenmann ihm nicht nur das Leben gerettet, sondern anschließend sogar noch ein paar Worte mit ihm gewechselt hat. Foxx legt seinen Part als comichaft überhöhte Verlierer-Karikatur an, verleiht dem ständig Übersehenen aber gleichzeitig so viel menschliche Tragik, dass man zumindest bei ihrem ersten Duell eher Electro als Spider-Man die Daumen drückt. Dane DeHaan („Chronicle“) spielt den todkranken Konzernerben und kommenden Green Goblin Harry Osborn unterdessen mit einem überzeugenden fanatischen Wahn, kann sich aber noch nicht endgültig von James Francos Darstellung der Rolle in Sam Raimis „Spider-Man“-Trilogie lösen, wozu er aber ebenso wie die diesmal nur in wenigen Szenen als Harrys Assistentin Felicia auftretende Felicity Jones („Like Crazy“) in den kommenden Fortsetzungen wohl noch einige Gelegenheit erhalten wird.
„The Amazing Spider-Man 4“ sowie Spin-offs zu Venom und den Sinister Six sind zwar bereits angekündigt, aber Marc Webb betrachtet die ersten drei Teile der Reihe trotzdem als eigene Trilogie. Und da heißt es für den Regisseur nun ganz schön jonglieren: In diesem zweiten Teil muss er sowohl das im Vorgänger angedeutete Mysterium um Peters verschollene Eltern sinnvoll aufgreifen, als auch die Bösewicht-Truppe Sinister Six zumindest teilweise für die Fortsetzungen und Ableger an den Start bringen – und dazu will er natürlich noch eine eigene Geschichte erzählen. Aber auch wenn das Schicksal von Peters Vater Richard (Campbell Scott) in Anbetracht der dann doch überschaubaren Auswirkungen auf das aktuelle Geschehen etwas zu viel Raum erhält (gleich die ersten zehn Minuten sind eine ausführliche Rückblende), hält Webb insgesamt doch hervorragend die Waage zwischen Rückblick, Vorbereitung und dem Hier und Jetzt, weshalb sich trotz der stolzen Laufzeit von mehr als 140 Minuten nie Längen einschleichen. Und statt wie in den Filmen der Marvel Studios („Captain America“, „Thor“ & Co.) einfach im Abspann noch eine bestenfalls lose mit dem Rest zusammenhängende Szene zu platzieren, um den Hype für den folgenden Film anzufeuern, verwendet Webb gleich die ganze finale Viertelstunde, um unsere Vorfreude auf „The Amazing Spider-Man 3“ zu schüren: Das wirkt nicht nur organischer, es ist auch wirkungsvoller als ein einfach angeklatschter Blick auf den nächsten Gegenspieler.
Fazit:
„The Amazing Spider-Man 2: Rise of
Electro“ bietet noch mehr Action und Humor als der erste Auftritt von
Andrew Garfield im Spinnenkostüm, die größte Stärke ist aber erneut die
dramatische Liebesgeschichte zwischen Peter Parker und Gwen Stacy. Dafür gibts von uns hochfliegende 8,5 von 10 Punkte. (mk)



