Facts:
Genre: Action
Regie: Brad Peyton
Genre: Action
Regie: Brad Peyton
Cast: Dwayne Johnson, Carla Gugino, Alexandra Daddario
Laufzeit:
116 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Warner Bros GmbH
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Warner Bros GmbH
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| (c) Warner Bros GmbH |
Inhalt:
In Kalifornien ist die berühmt-berüchtigte San-Andreas-Verwerfung eine
tickende Zeitbombe: Experten sagen schon lange voraus, dass es
irgendwann mal zu einem verheerenden Erdbeben kommen muss, wenn sie sich
verschiebt. Die Mega-Metropole Los Angeles wäre davon unmittelbar
betroffen. Und wie es das Schicksal nun so will, bricht eines Tages
tatsächlich jenes Horror-Szenario über die Stadt herein, in dessen
Verlauf ein Beben der Stärke 9 alles in Schutt und Asche legt. Mitten in
diesem Chaos versucht sich der Hubschrauber-Rettungspilot Ray (Dwayne
Johnson) gemeinsam mit seiner Noch-Ehefrau Emma (Carla Gugino) von LA
nach San Francisco durchzuschlagen. Denn dort sitzt ihre gemeinsame
Tochter Blake (Alexandra Daddario) fest und wartet verzweifelt auf
Hilfe. Doch gerade, als sich die Lage zu beruhigen scheint, geht die
gewaltige Natur-Katastrophe erst richtig los...
Bewertung:
In einem Kinozeitalter, in dem schon in Superheldenfilmen wie „The Avengers“ (New York) oder „Man of Steel“
(New York doubelt Metropolis) gefühlt halbe Städte dem Erdboden
gleichgemacht werden, haben es ausgewiesene Katastrophenfilme natürlich
immer schwerer, das allgemeine Blockbuster-Zerstörungsniveau noch zu
toppen. Aber in dieser Hinsicht muss sich bei „San Andreas“ wirklich
niemand Sorgen machen: Wenn Brad Peyton die CGI-Destruktionsmaschinerie
erst einmal anschmeißt, dann bleibt an der halben Westküste praktisch
kein Stein mehr auf dem anderen (und der Rest wird einfach von einem
Tsunami weggeschwemmt). Die Animationskünstler haben dabei zwar
überzeugende Arbeit geleistet, aber die intensiveren Sequenzen sind am
Ende doch jene, in denen die Macher erkennbar auf handgemachte Effekte
und reale Sets setzen (etwa die Unterwasserrettung im zigsten Stockwerk
eines Hochhauses). Nur bleibt einem das Schicksal der Figuren, mit denen
wir uns durch das Trümmerfeld San Francisco schlagen, leider ziemlich
schnuppe: Die Konstellation Vater (Dwayne Johnson), Tochter (Alexandra
Daddario), Bald-Ex-Frau (Carla Gugino) und neuer Lover (Ioan Gruffudd)
ist nicht nur direkt aus „2012“ übernommen, sie verpufft auch ähnlich
wirkungslos: Nicht nur glaubt man keine Sekunde, dass hier tatsächlich
zwei Eltern um das Leben ihrer Tochter kämpfen, Johnson strahlt außer in
der gelungenen Eröffnungssequenz auch kaum einmal seinen berühmten
B-Movie-Charme aus.
Natürlich sind Katastrophen-Blockbuster in erster Linie Popcornkino, aber „San Andreas“ lässt sich sogar ruhigen Gewissens als Wohlfühl-Erdbebenfilm beschreiben: Während der Geschehnisse sterben realistisch gesehen Millionen von Menschen – aber Regisseur Brad Peyton scheint seinem Publikum unbedingt vermitteln zu wollen, dass das ja alles nur halb so schlimm sei. So handeln zum Beispiel die Nachrichtenberichte im Hintergrund meist von Hunderten Geretteten und niemals von Tausenden Toten, von denen insgesamt kaum etwas zu sehen ist. Spannung kommt so nur selten auf. Als Reaktion auf das verheerende Erdbeben in Nepal wurde die bereits angelaufene Marketingkampagne zu „San Andreas“ nachträglich angepasst. Besser hätten die Macher aber gleich auch noch einige besonders dummdreiste Szenen ganz herausgeschnitten. So steht da nun Dwayne Johnson pathetisch in die Ferne starrend vor einer riesigen wehenden US-Flagge und beantwortet die Frage „Und was jetzt?“ wie ein wahrhaft pragmatischer Patriot: „Jetzt bauen wir wieder auf.“ Zynischer geht’s eigentlich nicht, selbst wenn es nach dem ermüdenden CGI-Overkill so am Ende zumindest noch mal was zum Lachen gibt.
Fazit:
Natürlich sind Katastrophen-Blockbuster in erster Linie Popcornkino, aber „San Andreas“ lässt sich sogar ruhigen Gewissens als Wohlfühl-Erdbebenfilm beschreiben: Während der Geschehnisse sterben realistisch gesehen Millionen von Menschen – aber Regisseur Brad Peyton scheint seinem Publikum unbedingt vermitteln zu wollen, dass das ja alles nur halb so schlimm sei. So handeln zum Beispiel die Nachrichtenberichte im Hintergrund meist von Hunderten Geretteten und niemals von Tausenden Toten, von denen insgesamt kaum etwas zu sehen ist. Spannung kommt so nur selten auf. Als Reaktion auf das verheerende Erdbeben in Nepal wurde die bereits angelaufene Marketingkampagne zu „San Andreas“ nachträglich angepasst. Besser hätten die Macher aber gleich auch noch einige besonders dummdreiste Szenen ganz herausgeschnitten. So steht da nun Dwayne Johnson pathetisch in die Ferne starrend vor einer riesigen wehenden US-Flagge und beantwortet die Frage „Und was jetzt?“ wie ein wahrhaft pragmatischer Patriot: „Jetzt bauen wir wieder auf.“ Zynischer geht’s eigentlich nicht, selbst wenn es nach dem ermüdenden CGI-Overkill so am Ende zumindest noch mal was zum Lachen gibt.
Fazit:
Orgiastisches Zerstörungsspektakel, bei dem aber nur selten Spannung aufkommt. Da bleiben nur enttäuschende 4 von 10 Punkte übrig. (mk)

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