Donnerstag, 28. Mai 2015

A World Beyond OV



Facts:

Genre:  Sci-Fi
Regie: Brad Bird
Cast: George Clooney, Hugh Laurie, Britt Robertson


Laufzeit: 130 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Walt Disney Germany


(c) Walt Disney Germany

Inhalt: 

Die junge, clevere Casey Newton (Britt Robertson) interessiert sich sehr für Wissenschaft. Eines Tages findet sie eine mysteriöse Anstecknadel, die sie Visionen von einer anderen Welt bekommen lässt und schließlich mit dem einst genialen Erfinder Frank Walker (George Clooney) zusammenbringt. Walker hat jedoch seine frühere Klasse verloren und ist stark desillusioniert. Der Hauptgrund dafür ist, dass er eine Art von Parallel-Universum, das Tomorrowland genannt wird, verlassen musste. Dies traf ihn besonders schwer, da es dort keinerlei Sorgen gab, sondern Frieden und Glückseligkeit herrschten. Seit seinem erzwungenen Abschied aus der Parallelwelt hat David Nix (Hugh Laurie) dort das Sagen und verfolgt seine ganz eigenen finsteren Pläne. Gemeinsam wollen das Mädchen und der Erfinder nach Tomorrowland zurückkehren, um dort alles wieder gerade zu biegen und obendrein den nahenden Weltuntergang zu verhindern. 

Bewertung:

Kriege, Krisen, Katastrophen: Wer heutzutage eine Nachrichtensendung einschaltet, der muss fast zwangsläufig zu dem Schluss kommen, dass es ziemlich schlecht um unseren Planeten bestellt ist – und dass die Zukunft düster aussieht. Vom unausweichlichen Weltuntergang ist auch der grantige Frank (gespielt von einem bärtig-unglamourösen George Clooney) überzeugt, der sich zu Beginn von Brad Birds Mystery-Science-Fiction-Abenteuer „A World Beyond“ direkt an die Kinozuschauer wendet. Aber dann widerspricht plötzlich eine jüngere weibliche Stimme dem Pessimisten und plädiert für einen deutlich positiveren Blick in die Zukunft. Damit ist der ambitionierte zentrale Konflikt dieser kolportiert 190 Millionen Dollar teuren Produktion aus dem Hause Disney schon nach wenigen Minuten in aller Deutlichkeit etabliert und genauso schnell ist klar, welcher Sichtweise sich die Filmemacher anschließen. Doch der im Grunde sympathische Optimismus, den Regisseur Bird und sein Co-Drehbuchautor Damon Lindelof („Lost“) hier an den Tag legen, wirkt vom ungelenken Heimvideo-Anfang bis zum politisch überkorrekten utopischen Finale immer wieder allzu bemüht - so erweist sich ihr Blockbuster als vor allem visuell oft beeindruckende Achterbahnfahrt durch verschiedene Zeiten, Genres und Dimensionen, die nur selten wirklich berührt oder zum Staunen bringt. 

Fazit:

Leider bringt uns Brad Bird in seinem zweiten Realfilm nicht mehr so sehr zum Staunen wie in seinen früheren Filmen wie „Der Gigant aus dem All“, „Die Unglaublichen“ oder „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ – und dabei geht es bei „A World Beyond“ doch genau darum.  Leider nur magere 6,5 von 10 Sternen. (mk)

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