Facts:
Genre: Action, Komödie
Regie: Paul Feig
Genre: Action, Komödie
Regie: Paul Feig
Cast: Melissa McCarthy, Jason Statham, Jude Law
Laufzeit:
120 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Fox Deutschland
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Fox Deutschland
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| (c) Fox Deutschland |
Inhalt:
Susan Cooper (Melissa McCarthy) ist eine bescheidene CIA-Analystin, die
ausschließlich am Schreibtisch arbeitet. Auch wenn sie damit für die
eigentliche Planung der gefährlichen Missionen des Geheimdienstes
verantwortlich ist, sind es die Agenten im Feldeinsatz, die anschließend
die Lorbeeren für einen erfolgreich abgeschlossenen Job ernten und
Susan bleibt weitgehend unbeachtet. Doch als ihr Partner Bradley Fine
(Jude Law) den Machenschaften der schönen Raina Boyanov (Rose Byrne) und
ihren Strippenziehern im Hintergrund zum Opfer fällt, meldet sich Susan
kurzerhand freiwillig für einen heiklen Undercover-Einsatz. Bei diesem
soll sie die Organisation eines gefährlichen Waffenhändlers infiltrieren
und gleichzeitig wird ihr so die Möglichkeit geboten, Vergeltung für
ihren Partner zu üben. In zum Teil unglamourösen Tarnungen, etwa als
Katzenliebhaberin aus Iowa, erlebt Susan das Abenteuer ihres Lebens, bei
dem sie zur Heldin der gefährlichsten Mission des CIA wird.
Bewertung:
Wer Melissa McCarthy 2011 in ihrer oscarnominierten Rolle als schmerzbefreit-resolute Brautjungfer in „Brautalarm“
gesehen hat, dem muss sofort klargewesen sein: Die herzensgute Köchin
aus „Gilmore Girls“ ist auf ihrem Weg zum Comedy-Superstar nicht mehr
aufzuhalten! Aber auch wenn sich ihre Folgeprojekte „Voll abgezockt“, „Taffe Mädels“ und „Tammy“
an den Kinokassen allesamt als Hits erwiesen, waren wir kurz davor, die
Geduld mit McCarthy zu verlieren – denn sonderlich lustig fanden wir
keinen der Filme. Da kommt „Spy – Susan Cooper undercover“ gerade zum
rechten Moment, denn die Agenten-Komödie von „Brautalarm“-Regisseur und
„Ghostbusters“-Reboot-Maestro Paul Feig ist der Film, den wir uns schon
nach ihrer Naturgewalt-Performance vor vier Jahren von McCarthy erhofft
haben. In „Spy“ ist sie nicht nur liebenswürdig, schlagfertig,
schwarzhumorig und saulustig, wir können ihr auch ruhigen Gewissens das
denkbar größte Kompliment machen: Sie lässt sich nämlich selbst von Jude
Law, Jason Statham und Rose Byrne nie an die Wand spielen – und die
drei verkörpern hier immerhin drei der lustigsten Nebenfiguren der
jüngeren Kinogeschichte.
Paul Feig tut übrigens auch gut daran, Susan Cooper nicht als
Schreibtischtäterin einzuführen, die völlig hilflos in das
Agenten-Abenteuer taumelt. Stattdessen präsentiert er recht früh eine
Rückblende, in der sie während ihrer Ausbildung bei einem
Nahkampftraining völlig ausrastet und selbst ihren Anleiter problemlos
aufs Kreuz legt. So legt der Regisseur den Grundstein für Action-Szenen,
die zwar mit einem Augenzwinkern präsentiert werden, aber darüber
hinaus auch einen echten Punch entwickeln. Gerade bei einer
Küchenschlägerei inklusive durchstochener Hand macht Feig keine falschen
Gefangenen - das R-Rating ist dem Film schon wegen McCarthys
Fluch-Tiraden sicher, warum also in Sachen Gewalt noch Abstriche
zugunsten einer Jugendfreigabe machen? So ätzt nun einem Mann in „Spy“
in Nahaufnahme der Kehlkopf weg und ein anderer wird brutal aufgespießt –
solche Gore-Einlagen gäbe es in einem der PG-13-Bond-Filme jedenfalls
definitiv nicht zu sehen.
Auch wenn es bis hierhin ein wenig so klingt, ist „Spy“ keinesfalls eine McCarthy-One-Woman-Show: Jude Law („Sherlock Holmes“) liefert eine grandios-schmierige 007-Parodie, während Szenendieb Jason Statham („Fast and Furious 7“) sein eigenes Dampframmen-Image mit einer Chuzpe durch den Kakao zieht, die wir ihm gar nicht zugetraut hätten. Dazu brilliert Rose Byrne („Bad Neighbors“) als superarrogante, von allem megaangeödete Blaublüterin, die mit ihren trocken-herablassenden Kommentaren selbst McCarthy in ihrem patentierten Beleidigungs-Dauerfeuer-Modus Paroli bieten kann. Dass Miranda Hart („Miranda“) als Susans Kollegin, Morena Baccarin („Homeland“) als elegante Agentin und Bobby Cannavale („Blue Jasmine“) als Waffenschieber hingegen ziemlich blass bleiben, fällt bei so einer geballten Comedy-Power zum Glück kaum weiter auf.
Fazit:
Auch wenn es bis hierhin ein wenig so klingt, ist „Spy“ keinesfalls eine McCarthy-One-Woman-Show: Jude Law („Sherlock Holmes“) liefert eine grandios-schmierige 007-Parodie, während Szenendieb Jason Statham („Fast and Furious 7“) sein eigenes Dampframmen-Image mit einer Chuzpe durch den Kakao zieht, die wir ihm gar nicht zugetraut hätten. Dazu brilliert Rose Byrne („Bad Neighbors“) als superarrogante, von allem megaangeödete Blaublüterin, die mit ihren trocken-herablassenden Kommentaren selbst McCarthy in ihrem patentierten Beleidigungs-Dauerfeuer-Modus Paroli bieten kann. Dass Miranda Hart („Miranda“) als Susans Kollegin, Morena Baccarin („Homeland“) als elegante Agentin und Bobby Cannavale („Blue Jasmine“) als Waffenschieber hingegen ziemlich blass bleiben, fällt bei so einer geballten Comedy-Power zum Glück kaum weiter auf.
Fazit:
„Spy – Susan
Cooper undercover“ ist keine doppelbödige 007-Meta-Spielerei wie zuletzt
„Kingsman: The Secret Service“, sondern eine kerzengerade
Action-Komödie – allerdings eine verdammt Lustige! Selten haben wir so viel gelacht und vergeben gut gelaunte 9 von 10 Punkte. (mk)

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