Facts:
Genre: Action, Thriller, Drama
Regie: Frank Miller
Genre: Action, Thriller, Drama
Regie: Frank Miller
Cast: Eva Green, Josh Brolin, Jessica Alba, Bruce Willis
Laufzeit:
102 Minuten
FSK: ab 18 Jahre
Verleih: Splendid Film GmbH
FSK: ab 18 Jahre
Verleih: Splendid Film GmbH
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| (c) Splendid Film GmbH |
Inhalt:
Ohne Erinnerung an die vergangenen Stunden muss sich Marv (Mickey
Rourke) mit einer Clique reicher Kids herumschlagen, die zum Vergnügen
Obdachlose anzündet… Als sich seine Ex-Geliebte Ava Lord (Eva Green) bei
ihm meldet, ist Privatdetektiv Dwight McCarthy (Josh Brolin) zunächst
gar nicht begeistert, immerhin hat sie ihn einst für den Multimillionär
Damien Lord (Morton Csokas) sitzen lassen. Aber Dwight kann wie alle
Männer Avas Sexappeal einfach nicht widerstehen und lässt sich wider
besseres Wissen doch auf ein Treffen ein: Ava bittet um Hilfe, weil ihr
sadistischer Ehemann sie quält und sein Chauffeur Manute (Dennis
Haysbert) sie auf Schritt und Tritt überwacht… Unterdessen demütigt der
kecke Spieler Johnny (Joseph Gordon-Levitt) den größten Verbrecher von
Sin City beim Pokern. Aber wer Senator Roark (Powers Boothe) derart
bloßstellt, der muss anschließend auch mit den schmerzhaften
Konsequenzen leben. Doch Johnny lässt sich nicht einmal von fünf
gebrochenen Fingern und einer Kugel im Bein davon abhalten, seine
Mission zu vollenden… Allerdings ist Johnny nicht der einzige, der mit
Roark noch ein Hühnchen zu rupfen hat, auch die Stripperin Nancy
Callahan (Jessica Alba) hat nur ein Ziel im Leben: den Verantwortlichen
für den Tod von John Hartigan (Bruce Willis) zur Strecke zu bringen…
Bewertung:
In „Sin City“ hat Robert Rodriguez nach eigener Aussage noch hier und da
ein wenig auf die Bremse getreten (etwa bei Nancy Callahan, die in der
Graphic Novel noch runtergekommener ist und praktisch nur nackt
rumläuft), weil er sich nicht sicher sein konnte, ob das Kinopublikum
tatsächlich schon bereit für die volle Dröhnung Frank Miller ist. Aber
nachdem der Film so begeistert aufgenommen wurde, gibt es in der
Fortsetzung endgültig keine Kompromisse mehr, das wird schon in der
Einstimmungs-Episode „Just Another Saturday Night“ deutlich: Fan-Favorit
Marv hat diesmal gleich in drei von vier Geschichten große Auftritte
und legt sich direkt zu Beginn mit einer Gruppe sadistischer Teenager
an, denen er mithilfe der bis an die Zähne bewaffneten Prostituierten
aus Old Town auf hemmungslos brutale Weise den Garaus macht – was in
unserer Vorstellung vom Publikum bejubelt wurde. Nachdem „Sin City“ noch
überwiegend sehr ernsthaft ausfiel und Frank Millers kranker Humor eher
subtil mitschwang, gibt es in der Fortsetzung vor allem wegen der
Extraportion Marv sehr viel mehr offensichtliche dunkelschwarze Pointen
zum Losprusten.
Den größten Teil von „Sin City 2“ nimmt anschließend die titelgebende zweite Episode „A Dame To Kill For“ in Anspruch. Dass sich Eva Green nackt am Set sehr unsicher und sogar lächerlich gefühlt hat, wie sie uns bei der Pressekonferenz in L.A. verriet, ist ihrer bedrohlich-lasziven Darstellung der durch und durch verdorbenen Ava Lord jedenfalls nicht anzusehen. Und selbst wenn Josh Brolin als Dwight McCarthy, Dennis Haysbert als Manute und Christopher Meloni als Cop Mort für sie die dämlichsten Sachen anstellen – man(n) versteht trotzdem sofort, warum ihre Hirne bei Avas Anblick immer wieder aussetzen.
Für Rodriguez ist „Sin City“ keine Adaption, sondern eine Übersetzung der Graphic Novel – schließlich wollte er sie nicht an die Regeln eines gewöhnlichen Kinofilms anpassen, sondern sie möglichst exakt Panel für Panel auf die Leinwand übertragen. In „Sin City 2“ ist das nun ein wenig anders, denn zwei der Geschichten hat Frank Miller extra für den Film neu geschrieben, wobei ihm vor allem die Fortsetzung der tragischen Story der Stripperin Nancy Callahan in „The Fat Loss“ am Herzen lag: Jessica Alba („Machete“) mutiert darin glaubhaft vom von allen begehrten Opfer zur ihr Schicksal selbst in die Hand nehmenden Badass-Amazone und beweist zugleich, dass sie auch mit haufenweise neonweißen Narben im Gesicht immer noch umwerfend aussieht. Allerdings fällt hier auch auf, wie sehr die Figur John Hartigan in der Fortsetzung fehlt. Denn nun, wo Bruce Willis nach der letzten Schlag-in-die-Magengrube-Szene aus „Sin City“ nur noch Gastauftritte als Geist absolviert, fehlt dem Zuschauer eine echte Identifikationsfigur und es fällt schwerer, auch emotional in den Film einzusteigen.
Normalerweise kommt 3D ja meistens in Filmen zum Einsatz, in denen auf der Leinwand besonders viel los ist, also in Action-Krachern, Animations-Abenteuern oder Sci-Fi-Blockbustern. Aber nach „Sin City 2“ müssen wir feststellen, dass offensichtlich auch bei dieser Technik weniger mal wieder mehr bedeutet! Weil ein großer Teil der Bilder sowieso schwarz ist und es nur wenige sich vom dunklen Rest abhebende Details gibt, poppen diese viel deutlicher und kontrastreicher aus der Leinwand heraus, vor allem wenn in Sin City wie so oft mal wieder Schnee fällt. Und ein paar extra für 3D aufgemotzte Szenen gibt es dann noch als Zugabe obendrauf, zum Beispiel wenn Marv von einer wilden Verfolgungsjagd berichtet, während die rasenden Wagen um seinen Kopf herumschlittern.
Den größten Teil von „Sin City 2“ nimmt anschließend die titelgebende zweite Episode „A Dame To Kill For“ in Anspruch. Dass sich Eva Green nackt am Set sehr unsicher und sogar lächerlich gefühlt hat, wie sie uns bei der Pressekonferenz in L.A. verriet, ist ihrer bedrohlich-lasziven Darstellung der durch und durch verdorbenen Ava Lord jedenfalls nicht anzusehen. Und selbst wenn Josh Brolin als Dwight McCarthy, Dennis Haysbert als Manute und Christopher Meloni als Cop Mort für sie die dämlichsten Sachen anstellen – man(n) versteht trotzdem sofort, warum ihre Hirne bei Avas Anblick immer wieder aussetzen.
Für Rodriguez ist „Sin City“ keine Adaption, sondern eine Übersetzung der Graphic Novel – schließlich wollte er sie nicht an die Regeln eines gewöhnlichen Kinofilms anpassen, sondern sie möglichst exakt Panel für Panel auf die Leinwand übertragen. In „Sin City 2“ ist das nun ein wenig anders, denn zwei der Geschichten hat Frank Miller extra für den Film neu geschrieben, wobei ihm vor allem die Fortsetzung der tragischen Story der Stripperin Nancy Callahan in „The Fat Loss“ am Herzen lag: Jessica Alba („Machete“) mutiert darin glaubhaft vom von allen begehrten Opfer zur ihr Schicksal selbst in die Hand nehmenden Badass-Amazone und beweist zugleich, dass sie auch mit haufenweise neonweißen Narben im Gesicht immer noch umwerfend aussieht. Allerdings fällt hier auch auf, wie sehr die Figur John Hartigan in der Fortsetzung fehlt. Denn nun, wo Bruce Willis nach der letzten Schlag-in-die-Magengrube-Szene aus „Sin City“ nur noch Gastauftritte als Geist absolviert, fehlt dem Zuschauer eine echte Identifikationsfigur und es fällt schwerer, auch emotional in den Film einzusteigen.
Normalerweise kommt 3D ja meistens in Filmen zum Einsatz, in denen auf der Leinwand besonders viel los ist, also in Action-Krachern, Animations-Abenteuern oder Sci-Fi-Blockbustern. Aber nach „Sin City 2“ müssen wir feststellen, dass offensichtlich auch bei dieser Technik weniger mal wieder mehr bedeutet! Weil ein großer Teil der Bilder sowieso schwarz ist und es nur wenige sich vom dunklen Rest abhebende Details gibt, poppen diese viel deutlicher und kontrastreicher aus der Leinwand heraus, vor allem wenn in Sin City wie so oft mal wieder Schnee fällt. Und ein paar extra für 3D aufgemotzte Szenen gibt es dann noch als Zugabe obendrauf, zum Beispiel wenn Marv von einer wilden Verfolgungsjagd berichtet, während die rasenden Wagen um seinen Kopf herumschlittern.
Fazit:
Auch wenn die „Sin City“-Optik nicht mehr so überrascht wie beim ersten
Mal, hat sich das lange Warten auf diesen sündigen Nachschlag für die meisten Kinobesucher
gelohnt. Wir fanden das Kinoerlebnis etwas durchwachsen, wie es oft bei Fortsetzungen der Fall ist. Damit bleiben dann 6 von 10 Punkte übrig.

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