Facts:
Genre: Dokumentation
Regie: Mara Mourão
Genre: Dokumentation
Regie: Mara Mourão
Cast: Rodrigo Santoro, Muhammad Yunus, Bill Drayton
Laufzeit: 93 Minuten
FSK: ab 0 Jahre
Verleih: BraveHearts International GmbH
FSK: ab 0 Jahre
Verleih: BraveHearts International GmbH
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| (c) BraveHearts International GmbH |
Inhalt:
Der englische Ausdruck „Who cares?“ ist ein einziges verbales
Achselzucken. Wörtlich übersetzt bedeutet er „Wen kümmert es?“,
tatsächlich gemeint ist jedoch „Na und?“. Die Brasilianerin Mara Mourão
stellt in ihrem Dokumentarfilm „Who Cares? Du machst den Unterschied“
dieser eigentlich keine Replik benötigenden Frage Antworten entgegen und
zeigt Personen, die sich mit ganzem Herzen und konkreten Taten kümmern.
Es sind sogenannte „Social Entrepreneurs“, die in unterschiedlichen
Arten des sozialen Engagements ihre Berufung gefunden und diese zu ihrem
Beruf gemacht haben. Gezeigt wird dabei auch, wie aus kleinen lokalen
Projekten global tätige soziale Unternehmen entstehen können.
Bewertung:
Regisseurin Mara Mourão begnügt sich jedoch nicht damit, einfach nur
Menschen und ihre Projekte vorzustellen. Im Guten wie im Schlechten ist
jederzeit spürbar, dass der Zuschauer motiviert werden soll, mehr
Verantwortung in seiner eigenen Umgebung zu übernehmen. Tatsächlich ist
es ermutigend zu sehen, wie viele verschiedene Menschen auf der ganzen
Welt mit nichts weiter als einer Idee angefangen haben und welche
Erfolge sie feiern konnten. Allerdings führt der gute Wille der
Regisseurin auch dazu, dass „Who Cares? Du machst den Unterschied“ oft
wie ein Werbefilm wirkt, der dazu da ist, neue „Social Entrepreneuers“
zu rekrutieren. Das ist dem Presseheft zufolge sogar tatsächlich die
ganz konkrete Motivation. Dies ist ein ehrenwertes Anliegen, nur hat die
von Mara Mourão gewählte emotionale Überrumpelungstaktik mit massivem
Einsatz von pathetischer Musik und von Bildern fröhlicher Menschen in
ihrer Durchsichtigkeit einen fragwürdigen Beigeschmack.
Denn dass hier eine gute Sache vertreten wird, hätte der Zuschauer auch so bemerkt: Die oft sehr charismatischen Aktivisten sprechen da im wahrsten Sinne des Wortes bereits für sich. Darüber hinaus sorgt es für Widersprüche, dass Mourão ausschließlich Aktivisten vorstellt, die ihr Engagement zu ihrem Beruf gemacht haben. So wird unterschwellig die dem eigentlichen Anliegen ein wenig entgegenlaufende Botschaft vermittelt, dass sich soziales Engagement auch konkret bezahlt machen soll. Ein deutlich umfassenderes und überzeugendes Bild sozialer Engagements hätte man sehr einfach bekommen können, in dem man noch zwei zusätzliche Protagonisten aufgenommen hätte, die sich in ihrer Freizeit, neben dem eigentlichen Beruf, engagieren. Denn die Lösung aller Probleme kann gewiss nicht darin liegen, dass sich die gesamte Menschheit in soziale Entrepreneurs verwandelt. Trotzdem ist Mara Mourão mit „Who Cares? Du machst den Unterschied“ ein ermutigender und inspirierender Film geglückt, der große Beachtung verdient hat.
Denn dass hier eine gute Sache vertreten wird, hätte der Zuschauer auch so bemerkt: Die oft sehr charismatischen Aktivisten sprechen da im wahrsten Sinne des Wortes bereits für sich. Darüber hinaus sorgt es für Widersprüche, dass Mourão ausschließlich Aktivisten vorstellt, die ihr Engagement zu ihrem Beruf gemacht haben. So wird unterschwellig die dem eigentlichen Anliegen ein wenig entgegenlaufende Botschaft vermittelt, dass sich soziales Engagement auch konkret bezahlt machen soll. Ein deutlich umfassenderes und überzeugendes Bild sozialer Engagements hätte man sehr einfach bekommen können, in dem man noch zwei zusätzliche Protagonisten aufgenommen hätte, die sich in ihrer Freizeit, neben dem eigentlichen Beruf, engagieren. Denn die Lösung aller Probleme kann gewiss nicht darin liegen, dass sich die gesamte Menschheit in soziale Entrepreneurs verwandelt. Trotzdem ist Mara Mourão mit „Who Cares? Du machst den Unterschied“ ein ermutigender und inspirierender Film geglückt, der große Beachtung verdient hat.
Fazit:
„Who Cares? Du machst den Unterschied“ stellt auf zum Teil unnötig
pathetische Weise hochinteressante Beispiele für den äußerst
vielfältigen Beruf eines „sozialen Entrepreneurs“ vor, die Mut machen,
dass die Probleme der Welt durch individuelles Engagement zu lösen sind. Dafür vergeben wir nachdenkliche 5 von 10 Punkte.

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