Facts:
Genre: Action, Fantasy
Regie: Brett Ratner
Genre: Action, Fantasy
Regie: Brett Ratner
Cast: Dwayne Johnson, Rufus Sewell, Aksel Hennie
Laufzeit: 98 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Paramount Pictures Germany
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Paramount Pictures Germany
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| (c) Paramount Pictures Germany |
Inhalt:
Seit der Ermordung seiner Frau und Kinder, deren mysteriöse Umstände
noch immer nicht aufgeklärt sind, zieht der keulenschwingende
Muskelprotz Hercules (Dwayne Johnson) gemeinsam mit dem Messerwerfer
Autolycus (Rufus Sewell), der Bogenschützin Atalanta (Ingrid Bolsø
Berdal), dem Axt-Berserker Tydeus (Aksel Hennie) und dem Seher
Amphiaraus (Ian McShane) als Söldner durchs Land. Das effektivste
Mitglied der Truppe ist allerdings keiner der erfahrenen Kämpfer,
sondern der Geschichtenerzähler Iolaus (Reece Ritchie), der kunstvoll
ausgeschmückt von Hercules‘ heldenhaften Taten berichtet und dabei nicht
nachlässt, bis die Feinde endgültig in Ehrfurcht erstarren. Als Lord
Cotys (John Hurt) sie bittet, ihn im Kampf gegen eine Rebellenarmee zu
unterstützen, nehmen die Söldner den Auftrag augenblicklich an, immerhin
bietet ihnen der Lord das Gewicht von Hercules in Gold als Belohnung
an. Doch dann verdichten sich immer mehr die Anzeichen, dass Hercules
und seine Kumpanen dieses Mal womöglich für die falsche Seite in die
Schlacht ziehen…
Bewertung:
Gleich zu Beginn bekommt es Hercules mit
einer 40 Mann starken Piratenmannschaft zu tun – und als der Kapitän
eine erste größere Gruppe loshetzt, führt Hercules sie so geschickt um
eine Ecke, dass ihm seine Kumpanen im Kampf helfen können, es aber
hinterher trotzdem so aussieht, als hätte Hercules alle im Alleingang
plattgemacht: Die übrigen Piraten ziehen wimmernd den Schwanz ein, die
psychologische Kriegsführung hat die Schlacht einmal mehr entschieden.
Auch für die legendären zwölf Aufgaben des Hercules von der Erlegung des
Nemëischen Löwen bis zum Sieg über Kerberos, den dreiköpfigen Wachhund
der Unterwelt, bietet Ratner einige augenzwinkernde Erklärungen, so dass
es selbst für den Kinobesucher lange Zeit angenehm unklar bleibt, ob
Hercules nun wirklich ein Sohn des Zeus oder einfach nur ein geschickter
Schwindler ist.
Es gibt in „Hercules“ zwar keine einzelnen unvergesslichen Action-Sequenzen, aber dafür sind die Schlachten durch die Bank aufregend und abwechslungsreich inszeniert, wobei sich ein vermeintliches Handicap als unerwarteter Vorteil entpuppt: „Hercules: The Thracian Wars“ ist ein recht brutaler Comic, doch Regisseur Brett Ratner durfte in seiner Verfilmung kaum Blut einsetzen, um die vom Studio angestrebte Jugendfreigabe nicht zu gefährden. Statt eine CGI-Blutfontäne auf die andere folgen zu lassen wie es zuletzt Noam Murro in „300: Rise Of An Empire“ getan hat, lässt es Ratner buchstäblich krachen: Vor allem wenn Hercules seine Widersacher mit seiner gewaltigen Keule zermalmt, glaubt man jeden Knochen einzeln brechen zu hören. Nur im großen Finale übertreibt es der Regisseur ein wenig und untergräbt zugleich seine eigene Prämisse von der medial aufgebauschten Legendenbildung, wenn Hercules plötzlich doch nicht nur über sich selbst, sondern auch über alles Menschenmögliche hinauswächst.
Dwayne Johnson ist 2014 erstmals auf dem zweiten Platz der meistverdienenden Hollywoodstars gelandet und in „Hercules“ wird einem auch wieder bewusst, warum der aus dem Wrestlingring ins Schauspielfach gewechselte Muskelmann bei seinen Fans (7,46 Millionen Twitter-Follower) so unheimlich beliebt ist: Johnson zählt sicherlich nicht zu den besten Charaktermimen, aber als Heldendarsteller wirkt er einnehmend und sympathisch wie aktuell kein zweiter in der Traumfabrik – selbst mit einem Bart aus Grunzochsen-Schamhaar wie hier. Schon seine zahlreichen Hercules-Dreharbeiten-Posts in den sozialen Netzwerken ließen immer wieder durchblicken, wie viel Lust Johnson auf diese Rolle hat – und diese Motivation merkt man seiner Performance an (beim Dreh einer Szene, in der er sich von Stahlketten losreißt, ist er gar vor Anstrengung nach jedem Take ohnmächtig geworden). Gerade im Vergleich dazu bleiben seine Gegenspieler allerdings arg blass: Während Joseph Fiennes in seinen kurzen Auftritten als König Eurystheus zumindest der Wahnsinn ins Gesicht geschrieben steht, hätten vor allem John Hurt als Lord Cotys und Peter Mullan als knochenpeitschenschwingender General Sitacles ruhig noch eine ganze Ecke diabolischer auftreten dürfen.
Es gibt in „Hercules“ zwar keine einzelnen unvergesslichen Action-Sequenzen, aber dafür sind die Schlachten durch die Bank aufregend und abwechslungsreich inszeniert, wobei sich ein vermeintliches Handicap als unerwarteter Vorteil entpuppt: „Hercules: The Thracian Wars“ ist ein recht brutaler Comic, doch Regisseur Brett Ratner durfte in seiner Verfilmung kaum Blut einsetzen, um die vom Studio angestrebte Jugendfreigabe nicht zu gefährden. Statt eine CGI-Blutfontäne auf die andere folgen zu lassen wie es zuletzt Noam Murro in „300: Rise Of An Empire“ getan hat, lässt es Ratner buchstäblich krachen: Vor allem wenn Hercules seine Widersacher mit seiner gewaltigen Keule zermalmt, glaubt man jeden Knochen einzeln brechen zu hören. Nur im großen Finale übertreibt es der Regisseur ein wenig und untergräbt zugleich seine eigene Prämisse von der medial aufgebauschten Legendenbildung, wenn Hercules plötzlich doch nicht nur über sich selbst, sondern auch über alles Menschenmögliche hinauswächst.
Dwayne Johnson ist 2014 erstmals auf dem zweiten Platz der meistverdienenden Hollywoodstars gelandet und in „Hercules“ wird einem auch wieder bewusst, warum der aus dem Wrestlingring ins Schauspielfach gewechselte Muskelmann bei seinen Fans (7,46 Millionen Twitter-Follower) so unheimlich beliebt ist: Johnson zählt sicherlich nicht zu den besten Charaktermimen, aber als Heldendarsteller wirkt er einnehmend und sympathisch wie aktuell kein zweiter in der Traumfabrik – selbst mit einem Bart aus Grunzochsen-Schamhaar wie hier. Schon seine zahlreichen Hercules-Dreharbeiten-Posts in den sozialen Netzwerken ließen immer wieder durchblicken, wie viel Lust Johnson auf diese Rolle hat – und diese Motivation merkt man seiner Performance an (beim Dreh einer Szene, in der er sich von Stahlketten losreißt, ist er gar vor Anstrengung nach jedem Take ohnmächtig geworden). Gerade im Vergleich dazu bleiben seine Gegenspieler allerdings arg blass: Während Joseph Fiennes in seinen kurzen Auftritten als König Eurystheus zumindest der Wahnsinn ins Gesicht geschrieben steht, hätten vor allem John Hurt als Lord Cotys und Peter Mullan als knochenpeitschenschwingender General Sitacles ruhig noch eine ganze Ecke diabolischer auftreten dürfen.
Fazit:
Auch wenn dieses Sandalenfilm-Epos mit einem gewohnt supersympathischen Dwayne Johnson die Verfilmung von Renny Harlin locker in den Schatten stellt, bleibt es viel zu oft hinter seinen Möglichkeiten. Daher gibts 6,5 von 10 Sternen.

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