Facts:
Genre: Animation
Regie: Genndy Tartakovsky
Cast: Rick Kavanian, Andreas Bourani, Palina Rojinski
Laufzeit: 89 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
Verleih: Sony Pictures Germany
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| (c) Sony Pictures Germany |
Inhalt:
Seit Graf Drakula (Stimme im Original: Adam Sandler / deutsche Fassung:
Rick Kavanian) seine Regel gelockert hat, nach der ausschließlich
Monster in dem von ihm geführten Hotel Transsilvanien willkommen sind,
strömen auch immer mehr menschliche Gäste in die schaurige Herberge.
Doch während sich damit geschäftlich alles zum Besseren entwickelt zu
haben scheint, hat Drak privat ganz andere Sorgen. So deutet alles
darauf hin, dass sich die Blutsauger-Seite seines halbvampirischen
Enkels Dennis nicht manifestiert. Und da Dracs Tochter Mavis (Selena
Gomez / Palina Rojinski) mit ihrem menschlichen Ehemann Johnny (Andy
Samberg / Andreas Bourani) gerade dessen Verwandschaft besucht, liegt es
am Großvater selbst, mithilfe seiner Freunde Frank (Kevin James /
Hans-Eckart Eckhardt), Murray (Keegan-Michael Key / Daniel Zillmann),
Wayne (Steve Buscemi / Tobias Lelle) und Griffin (David Spade / Tobias
Kluckert) das Monster aus seinem kleinen Enkel herauszukitzeln. Doch als
wäre das alles noch nicht Aufregung genug, kündigt auch noch Draks
äußerst traditionsbewusster Vater Vlad (Mel Brooks / Dieter
Hallervorden) kurzfristig seinen Besuch an. Und der kann so gar nichts
mit der liberalen Einstellung seines Sohnes zur Menschenwelt anfangen.
Bewertung:
Nachdem „Hotel Transsilvanien“ hauptsächlich innerhalb der Mauern von
Draculas Refugium für absonderliche Gestalten angesiedelt war, verlassen
der Chef und seine Monsterkumpel ihren Zufluchtsort diesmal recht bald.
Der Gegensatz zwischen den besonders begabten Außenseitern und den
„normalen“ Menschen wird dabei schnell zum thematischen roten Faden des
Films. Dracula wünscht sich trotz gegenteiliger Beteuerung („Ob Mensch,
Monster oder Einhorn“ – das sei ihm gleich) nichts sehnlicher, als dass
der Enkel sich eines Tages das Dracula-Cape umhängt, während Mavis beim
Besuch in Johnnys kalifornischer Kleinstadtheimat angesichts des üppigen
Angebots des rund um die Uhr geöffneten Supermarkts regelrecht
ausflippt. Ihre Vampirvisite bei den Menschen bleibt allerdings
vergleichsweise uninspiriert, man kann gut verstehen, warum es dem
Slacker-Bräutigam im Hotel Transsilvanien besser gefällt als bei
Muttern. Denn obwohl wir in einer witzigen Szene sehen, dass die
Schreckenskräfte der Monster zur Verzweiflung von Dracula reichlich
eingerostet sind und obwohl auch der oberste Blutsauger selbst
inzwischen hauptsächlich für einen Lakritzfruchtgummiwerbespot berühmt
ist, bleibt kein Zweifel: Es gibt nichts Cooleres, als ein Monster zu
sein – die einzige Ausnahme ist in Dennis‘ Kinderaugen ironischerweise
der Superheld (und Fledermausmann) Batman.
Durch die vorhersehbare Schlusspointe wird das erwähnte Gleichheitspostulat zwar wieder unterlaufen und auch die späte Einsicht von Draculas menschenfeindlichem Vater Vlad (Mel Brooks/Dieter Hallervorden) wirkt wie ein bloßes Lippenbekenntnis. Trotzdem ist es der allzu menschliche Müßiggänger Johnny, der hier die vielleicht größte, auf jeden Fall aber verrückteste Heldentat vollbringt, wenn er sich so todesmutig wie planlos die Halfpipe hinunterstürzt. Dieser halsbrecherische Stunt ist neben Dennis‘ Sprung aus schwindelerregender Höhe samt Draculas Sturzflugrettung ein visueller Höhepunkt des Films, der verstärkt durch den 3D-Effekt echtes Achterbahnfeeling aufkommen lässt. In den Action-Sequenzen kann sich der frenetisch-exzentrische Stil von Regisseur Tartakovsky entfalten. Zum heimlichen Star wird dabei das elastisch-transparente grüne Glibber-Geschöpf Blobby, das auf seinem Weg alles und jeden „verschluckt“. Gemeinsam mit der Freude an skurrilen Einzelheiten (köstlich: wenn das Monsterhotel babysicher gemacht wird), den Anspielungen auf den Kanon der Kino-Monster, die von den 30er-Jahre-Universal-Klassikern über Mel Brooks‘ „Frankenstein Junior“ bis zu Gary Oldmans Look als „Bram Stoker’s Dracula“ reichen und dem vergnügten Miteinander all der wunderlichen Wesen sorgt die Verve des Filmemachers dafür, dass „Hotel Transsilvanien 2“ trotz fehlender erzählerischer Tiefe nicht langweilig wird.
Fazit:
Durch die vorhersehbare Schlusspointe wird das erwähnte Gleichheitspostulat zwar wieder unterlaufen und auch die späte Einsicht von Draculas menschenfeindlichem Vater Vlad (Mel Brooks/Dieter Hallervorden) wirkt wie ein bloßes Lippenbekenntnis. Trotzdem ist es der allzu menschliche Müßiggänger Johnny, der hier die vielleicht größte, auf jeden Fall aber verrückteste Heldentat vollbringt, wenn er sich so todesmutig wie planlos die Halfpipe hinunterstürzt. Dieser halsbrecherische Stunt ist neben Dennis‘ Sprung aus schwindelerregender Höhe samt Draculas Sturzflugrettung ein visueller Höhepunkt des Films, der verstärkt durch den 3D-Effekt echtes Achterbahnfeeling aufkommen lässt. In den Action-Sequenzen kann sich der frenetisch-exzentrische Stil von Regisseur Tartakovsky entfalten. Zum heimlichen Star wird dabei das elastisch-transparente grüne Glibber-Geschöpf Blobby, das auf seinem Weg alles und jeden „verschluckt“. Gemeinsam mit der Freude an skurrilen Einzelheiten (köstlich: wenn das Monsterhotel babysicher gemacht wird), den Anspielungen auf den Kanon der Kino-Monster, die von den 30er-Jahre-Universal-Klassikern über Mel Brooks‘ „Frankenstein Junior“ bis zu Gary Oldmans Look als „Bram Stoker’s Dracula“ reichen und dem vergnügten Miteinander all der wunderlichen Wesen sorgt die Verve des Filmemachers dafür, dass „Hotel Transsilvanien 2“ trotz fehlender erzählerischer Tiefe nicht langweilig wird.
Fazit:
Schwungvoll inszenierte Familienunterhaltung, die den Charme von Teil 1 sehr gut aufgreift und fortführt. Teil 3 wurde bereits angekündigt. So vergeben wir monsterhafte 8 von 10 Punkte. (mk)

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