Facts:
Genre: Animation
Regie: Pierre Coffin, Kyle Balda
Genre: Animation
Regie: Pierre Coffin, Kyle Balda
Cast/Stimmen: Sandra Bullock, Jon Hamm, Michael Keaton
Laufzeit: 91 Minuten
FSK: ab 0 Jahre
Verleih: Universal Pictures Germany
FSK: ab 0 Jahre
Verleih: Universal Pictures Germany
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| (c) Universal Pictures Germany |
Inhalt:
Die Minions gibt es schon seit Anbeginn der Zeit und die kleinen, gelben
Helferlein sehen den einzigen Zweck ihrer Existenz darin, einem
Bösewicht zu dienen. Doch immer wieder sterben ihnen die Meister,
darunter auch Graf Dracula und Napoleon, vor der Nase weg – und die
tollpatschigen Minions tragen meistens eine gewisse Mitschuld. Doch ohne
Aufgabe sind die Kleinen todunglücklich und als ihnen die Bösewichte
ausgehen, ziehen sie sich in die Eiswüste zurück und verharren dort
viele, viele Jahre in Depression – bis schließlich in den 60er Jahren,
also 42 Jahre vor der Begegnung mit Gru, der mutigste Minion und zwei
Gefährten den Entschluss fassen, einen neuen Meister zu suchen. Und so
machen sich Stuart, Kevin und Bob (jeweils Stimme im Original: Pierre
Coffin) auf zu einer Tagung der allergrößten Fieslinge. Dort laufen sie
der größenwahnsinnigen Scarlet Overkill (Sandra Bullock/ deutsche
Stimme: Carolin Kebekus) und ihrem Ehemann, dem Wissenschaftler Herb
Overkill (Jon Hamm), in die Arme. Scarlet will der erste weibliche
Oberbösewicht werden und die kleinen Handlanger kommen ihr da gerade
recht…
Bewertung:
Diesmal kommt das Allerbeste gleich am Anfang. Für alle Minion-Fans und
alle Freunde des absurden Humors ist die erste halbe Stunde des Films,
der sich erst am Ende mit einer gelungenen Überraschung als echtes
Prequel zu „Ich – Einfach unverbesserlich“
und „Ich – Einfach unverbesserlich 2“ entpuppt, ein reines Fest. In
einer Mischung aus anarchischem Humor, unwiderstehlicher Niedlichkeit
und alle Altersgruppen ansteckender fröhlicher Albernheit wird von den
Ursprüngen der gelben ein- oder zweiäugigen Wichte mit den
überdimensionierten Schwimmbrillen erzählt und die Worte von
Oscar-Preisträger Geoffrey Rush aus dem Off (im Original) werden von
einem regelrechten Stakkato aus visuellen Gags und skurrilen Einfällen
begleitet: Es ist zu sehen, wie die kleinen Bananenliebhaber sich immer
wieder mit unschuldigem Feuereifer an die Seite der Bösen stellen und
dabei regelmäßig alles im Chaos endet: ein mächtiger Dinosaurier landet
in einem Vulkan, ein Pharao wird unter einer Pyramide begraben, Graf
Dracula zerfällt zu Staub. Köstlich ist auch die Massendepression, die
unter den arbeitslosen Minions ausbricht – bei einem Fußballspiel
schleppen sich beide Mannschaften mit hängenden Köpfen über den Platz.
Wenn Kevin, Stuart und Bob schließlich auf die Reise gehen, dann lässt
die Dichte der gelungenen Gags (die oft in direkter Beziehung zur Menge
der beteiligten Minions steht) nach und es zeigt sich, dass die süßen
Eierköpfe nur bedingt als individuelle Helden einer klassisch erzählten
Geschichte taugen.
Selbst wenn sie in der Folterkammer des Tower of London landen, kommt bei den quirligen Gelblingen fröhlicher Unsinn heraus (samt einer neuen Definition von „Galgenhumor“), aber eben diese Unverwüstlichkeit, die mit einer gewissen Beschränktheit Hand in Hand geht, macht es auch manchmal schwer, mit den Minions mitzufiebern. Ihre elementaren Bedürfnisse lassen sich in den Worten „Boss“ und „Banana“ - zwei der wenigen verständlichen Vokabeln in dem ständigen Fantasie-Gebrabbel der gelben Helferlein - gut zusammenfassen. Umso wichtiger ist da die Rolle des erwählten Bösewichts. Und die fällt nicht nur im Vergleich zum herzensguten Schurken Gru enttäuschend aus: Sandra Bullocks Scarlet Overkill macht ihrem Nachnamen alle Ehre und erscheint als schrille Schreckschraube mit unbewältigtem Kindheitstrauma. Sympathien gewinnt sie keine und so fehlt dem Film ein wenig das Herz. Mit der Bankräuber-Familie Nelson, die Kevin, Stuart und Bob als Anhalter mitnimmt, im Zentrum hätte sich vermutlich eine überzeugendere Geschichte erzählen lassen, aber hier sind sowieso die Gags am Rande wichtiger als die oft wenig schlüssige Handlung. Und dabei landen die Minions deutlich mehr Treffer als andere zu Protagonisten beförderte Sidekicks wie „Die Pinguine aus Madagascar“: von Anspielungen auf die Artus-Sage über die beschwingte Sixties-Musik bis zur abschließenden Cover-Version des Beatles-Hits „Revolution“, den sie in einen unwiderstehlichen Nonsens-Gassenhauer verwandeln. Und wenn die Minions 2017 in „Ich – Einfach unverbesserlich 3“ an die Seite von Gru zurückkehren, dann könnte das ein noch größeres Vergnügen werden.
Fazit:
Selbst wenn sie in der Folterkammer des Tower of London landen, kommt bei den quirligen Gelblingen fröhlicher Unsinn heraus (samt einer neuen Definition von „Galgenhumor“), aber eben diese Unverwüstlichkeit, die mit einer gewissen Beschränktheit Hand in Hand geht, macht es auch manchmal schwer, mit den Minions mitzufiebern. Ihre elementaren Bedürfnisse lassen sich in den Worten „Boss“ und „Banana“ - zwei der wenigen verständlichen Vokabeln in dem ständigen Fantasie-Gebrabbel der gelben Helferlein - gut zusammenfassen. Umso wichtiger ist da die Rolle des erwählten Bösewichts. Und die fällt nicht nur im Vergleich zum herzensguten Schurken Gru enttäuschend aus: Sandra Bullocks Scarlet Overkill macht ihrem Nachnamen alle Ehre und erscheint als schrille Schreckschraube mit unbewältigtem Kindheitstrauma. Sympathien gewinnt sie keine und so fehlt dem Film ein wenig das Herz. Mit der Bankräuber-Familie Nelson, die Kevin, Stuart und Bob als Anhalter mitnimmt, im Zentrum hätte sich vermutlich eine überzeugendere Geschichte erzählen lassen, aber hier sind sowieso die Gags am Rande wichtiger als die oft wenig schlüssige Handlung. Und dabei landen die Minions deutlich mehr Treffer als andere zu Protagonisten beförderte Sidekicks wie „Die Pinguine aus Madagascar“: von Anspielungen auf die Artus-Sage über die beschwingte Sixties-Musik bis zur abschließenden Cover-Version des Beatles-Hits „Revolution“, den sie in einen unwiderstehlichen Nonsens-Gassenhauer verwandeln. Und wenn die Minions 2017 in „Ich – Einfach unverbesserlich 3“ an die Seite von Gru zurückkehren, dann könnte das ein noch größeres Vergnügen werden.
Fazit:
Temporeiches, originelles und oft sehr lustiges Animationsspektakel, bei dem die eigentliche Geschichte etwas kurz kommt. Die 3D Effekte lohnen sich auch noch im Abspann. Wir vergeben lustige 8 von 10 Punkte. (mk)


