Facts:
Genre: Drama, Biografie, Historie
Regie: Ava DuVernay
Genre: Drama, Biografie, Historie
Regie: Ava DuVernay
Cast: David Oyelowo, Tom Wilkinson, Carmen Ejogo
Laufzeit:
128 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: StudioCanal Deutschland
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: StudioCanal Deutschland
![]() |
| (c) StudioCanal Deutschland |
Inhalt:
Der Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. (David Oyelowo) hat gerade den
Friedensnobelpreis 1964 erhalten. Doch sein Einsatz für die
Gleichberechtigung der Schwarzen geht weiter. Er spricht bei
US-Präsident Lyndon B. Johnson (Tom Wilkinson) vor, um eine Reform des
Wahlrechts zu erreichen, denn immer noch sind viele Schwarze faktisch
von den Wahlen ausgeschlossen. Johnson bittet um Geduld, da es höhere
Prioritäten auf seiner Agenda gebe. Und George Wallace (Tim Roth),
Gouverneur von Alabama, will gar alle Bemühungen von King und seinen
Anhängern sabotieren. Diese beschließen ihre Aktionen auf ebendiesen
Bundesstaat zu konzentrieren. Als in der Stadt Selma am 17. Februar 1965
ein Schwarzer von der Polizei niedergeschossen wird und anschließend
seinen Verletzungen erliegt, explodiert der Unmut. King organisiert
einen Protestmarsch von Selma in die Hauptstadt Montgomery. Aber die
friedlich Demonstrierenden kommen nur bis zur Stadtgrenze: Am Ende einer
Brücke wartet ein riesiges Polizeiaufgebot mit Knüppeln und Tränengas
auf sie...
Bewertung:
„Selma“ wurde für zwei Oscars 2014 nominiert: einmal für den
kämpferischen Song „Glory“, der während des Abspanns zu hören ist, und
dann noch für den wichtigsten Preis überhaupt, die Auszeichnung als
Bester Film des Jahres. Diese Ehrung wurde indes in vielen US-Medien
nicht gefeiert, sondern kritisiert. Der Tenor: Ava DuVernays Politdrama
über Martin Luther Kings Kampf für das Wahlrecht der Schwarzen hätte
noch viel mehr Nominierungen erhalten müssen. Besonders der Umstand,
dass es die Filmemacherin selber (sie wäre die erste schwarze Frau
überhaupt im Rennen um den Regie-Oscar gewesen) und Hauptdarsteller
David Oyelowo nicht in die Endauswahl geschafft haben, wurde als Indiz
für einen latenten Rassismus in Hollywood gesehen. Wer dem
entgegenhielt, dass die Oscar-Academy doch erst im vergangenen Jahr
Steve McQueens Sklaverei-Drama „12 Years a Slave“
mit dem Hauptpreis bedacht habe, bekam womöglich etwas vom „weißen
schlechten Gewissen“ zu hören, das für jene Wahl ausschlaggebend gewesen
sei. Wie so oft in solchen Fällen hat sich die Diskussion bald
verselbständigt, die schon vor Weihnachten mit einer Kontroverse um die
historische Rolle von Präsident Johnson begann, und „Selma“ selbst
geriet ein bisschen aus dem Fokus. Er ist nüchtern betrachtet kein
Meisterwerk, aber ein sehenswerter Film über ein wichtiges Kapitel der
amerikanischen Zeitgeschichte ist er allemal – nicht mehr und nicht
weniger.
Fazit:
Oft sehr bewegender, aber unfokussierter Blick hinter die Kulissen der
amerikanischen Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King. Von uns gibts dafür 7,5 von 10 Punkte. (mk)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen