Montag, 2. März 2015

American Sniper OV



Facts:

Genre: Drama, Biografie
Regie: Clint Eastwood
Cast: Bradley Cooper, Sienna Miller, Luke Grimes


Laufzeit: 132 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
Verleih: Warner Bros GmbH


(c) Warner Bros GmbH

Inhalt: 

US-Navy-SEAL und Scharfschütze Chris Kyle (Bradley Cooper) wird mit nur einem Auftrag in den Irak geschickt: Er soll seine Kameraden beschützen. Seine punktgenauen tödlichen Schüsse retten unzählige Leben von US-Soldaten auf dem Schlachtfeld. Als sich die Geschichten seiner unvergleichlichen Treffsicherheit verbreiten, bekommt er den Spitznamen „Legend“. Doch seine Reputation bleibt auch dem Feind nicht verborgen, die Iraker setzen ein Kopfgeld auf ihn aus. Und der Krieg ist nicht Kyles einziger Kampf. Der Scharfschütze versucht, seiner Frau Taya (Sienna Miller) ein guter Ehemann zu sein und gründet schließlich auch eine Familie. Aber trotzdem zieht es Kyle immer wieder in das Kriegsgebiet zurück: Er nimmt an insgesamt vier Einsätzen im Irak teil, die bei ihm deutliche seelische Spuren hinterlassen. 

Bewertung:

Der überraschende Megahit „American Sniper“ spielt trotz seines ambitionierten Themas und seines moderaten Budgets von 58 Millionen Dollar an den amerikanischen Kinokassen in einer Liga mit erwartbaren Blockbustern wie „Guardians of the Galaxy“ oder „Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1“. Damit ist er nicht nur der mit Abstand finanziell erfolgreichste Film in der langen Karriere seines 84-jährigen Regisseurs Clint Eastwood, sondern inzwischen auch der erfolgreichste Kriegsfilm aller Zeiten. Der Grund dafür liegt auf der Hand: In den USA muss man den auf der Autobiografie des Navy SEALs Chris Kyle basierenden Film einfach gesehen haben, um mitreden zu können. Dort ist seit dem Kinostart Ende Dezember eine von allen Seiten erbittert geführte Debatte entbrannt: Konservative feiern den mit mehr als 160 bestätigten tödlichen Treffern als erfolgreichster Sniper der US-Militärgeschichte geltenden Chris Kyle als den Patrioten schlechthin, während etwa der linke Filmemacher Michael Moore („Fahrenheit 9/11“) auf Twitter alle aus dem Hinterhalt schießenden Scharfschützen als Feiglinge beschimpft. Das ist an sich eine spannende Diskussion ohne „richtige“ Antwort, der „American Sniper“ aber nicht wirklich gerecht wird: Denn obwohl Eastwood den Krieg und seine Folgen durchaus kritisch beleuchtet, ist sein Porträt des Protagonisten enttäuschend einseitig. 

Fazit:

Emotional durchaus mitreißender Kriegsfilm von Altmeister Clint Eastwood, der seinen ambivalenten Protagonisten blütenweiß wäscht. Wir vergeben 7 von 10 Punkte. (mk)

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