Facts:
Genre: Drama, Biografie
Regie: Clint Eastwood
Genre: Drama, Biografie
Regie: Clint Eastwood
Cast: Bradley Cooper, Sienna Miller, Luke Grimes
Laufzeit:
132 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
Verleih: Warner Bros GmbH
FSK: ab 16 Jahre
Verleih: Warner Bros GmbH
![]() |
| (c) Warner Bros GmbH |
Inhalt:
US-Navy-SEAL und Scharfschütze Chris Kyle (Bradley Cooper) wird mit nur
einem Auftrag in den Irak geschickt: Er soll seine Kameraden beschützen.
Seine punktgenauen tödlichen Schüsse retten unzählige Leben von
US-Soldaten auf dem Schlachtfeld. Als sich die Geschichten seiner
unvergleichlichen Treffsicherheit verbreiten, bekommt er den Spitznamen
„Legend“. Doch seine Reputation bleibt auch dem Feind nicht verborgen,
die Iraker setzen ein Kopfgeld auf ihn aus. Und der Krieg ist nicht
Kyles einziger Kampf. Der Scharfschütze versucht, seiner Frau Taya
(Sienna Miller) ein guter Ehemann zu sein und gründet schließlich auch
eine Familie. Aber trotzdem zieht es Kyle immer wieder in das
Kriegsgebiet zurück: Er nimmt an insgesamt vier Einsätzen im Irak teil,
die bei ihm deutliche seelische Spuren hinterlassen.
Bewertung:
Der überraschende Megahit „American Sniper“ spielt trotz seines
ambitionierten Themas und seines moderaten Budgets von 58 Millionen
Dollar an den amerikanischen Kinokassen in einer Liga mit erwartbaren
Blockbustern wie „Guardians of the Galaxy“ oder „Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1“.
Damit ist er nicht nur der mit Abstand finanziell erfolgreichste Film
in der langen Karriere seines 84-jährigen Regisseurs Clint Eastwood,
sondern inzwischen auch der erfolgreichste Kriegsfilm aller Zeiten. Der
Grund dafür liegt auf der Hand: In den USA muss man den auf der
Autobiografie des Navy SEALs Chris Kyle basierenden Film einfach gesehen
haben, um mitreden zu können. Dort ist seit dem Kinostart Ende Dezember
eine von allen Seiten erbittert geführte Debatte entbrannt:
Konservative feiern den mit mehr als 160 bestätigten tödlichen Treffern
als erfolgreichster Sniper der US-Militärgeschichte geltenden Chris Kyle
als den Patrioten schlechthin, während etwa der linke Filmemacher Michael Moore
(„Fahrenheit 9/11“) auf Twitter alle aus dem Hinterhalt schießenden
Scharfschützen als Feiglinge beschimpft. Das ist an sich eine spannende
Diskussion ohne „richtige“ Antwort, der „American Sniper“ aber nicht
wirklich gerecht wird: Denn obwohl Eastwood den Krieg und seine Folgen
durchaus kritisch beleuchtet, ist sein Porträt des Protagonisten
enttäuschend einseitig.
Fazit:
Emotional durchaus mitreißender Kriegsfilm von Altmeister Clint
Eastwood, der seinen ambivalenten Protagonisten blütenweiß wäscht. Wir vergeben 7 von 10 Punkte. (mk)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen