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Inhalt:
Secret-Service-Agent Mike Banning (Gerard Butler) hat seine ganze Karriere damit verbracht, sein Leben in den Dienst von US-Präsidenten zu stellen und diese zu beschützen - koste es, was es wolle. Zweimal musste er bereits an seine Grenzen gehen, um die Pläne kompromissloser Terroristen zu durchkreuzen und die Welt zu retten. Doch nun gerät er selbst ins Visier: Als bei einem bis ins kleinste Detail geplanten Angriff auf den Präsident Trumbull (Morgan Freeman) nämlich halb Washington in Schutt und Asche gelegt werden soll, spielt nicht nur das Flugzeug des Präsidenten - die Air Force One mit dem Codenamen „Angel“ - eine entscheidende Rolle, sondern auch Banning. Ausgerechnet ihm schieben die Angreifer die Schuld in die Schuhe, als der Vogel vom Himmel geholt wird. Und plötzlich muss Mike nicht nur fliehen, sondern auch noch die wahren Übeltäter finden, um seine Unschuld zu beweisen - denn selbst seine Kollegen glauben, dass er was mit der Sache zu tun hat.
Bewertung:
Das Mike-Banning-rettet-den-Präsidenten-und-die-Welt-Konzept nach „London Has Fallen“ noch ein zweites Mal quasi ohne Änderungen zu wiederholen, wäre der Einfallslosigkeit zu viel. Das war offensichtlich allen Beteiligten klar. Deshalb bringt Regisseur und Co-Drehbuchautor Ric Roman Waugh eine neue Struktur mit – die ist nicht unbedingt besser, aber zumindest anders. Sein „Auf der Flucht“-Plot sorgt allerdings kaum für Spannung, weil von Beginn an viel zu offensichtlich ist, wer als Bösewicht hinter den Angriffen der Super-Hacker steckt (dass der bis in den Tod loyale Mike Banning natürlich nichts damit zu tun hat, versteht sich von selbst und wird vom Film auch gar nicht erst als Möglichkeit angebracht). So ist das Publikum zwar schon irgendwie auf seiner Seite, wenn der Angeklagte in Dr.-Kimble-Manier den wahren Täter aufzuspüren versucht, während ihn der gesamte Sicherheitsapparat der USA verfolgt. Aber zugleich ist das auch alles superplump: Das Weiße Haus, CIA, FBI – die schnelle und medial ausgestellte Festlegung auf Banning als (Einzel-)Täter wirkt albern-simpel! Schnell bekommt man den Eindruck, dass hier sowieso nur altbekannte Versatzstück zusammengesetzt werden – und zwar ganz egal, ob sie an der Stelle gerade passen oder nicht.
Kernkompetenz von „Angel Has Fallen“ ist und bleibt aber die Gaga-Action um kernige Typen, die abends mit Bier in der Hand riesige Steaks auf den Grill schmeißen. Wurde die extreme Brutalität von „Olympus Has Fallen“ schon in „London Has Fallen“ etwas zurückgefahren, bleibt auch der dritte Film diesem neuen „sanfteren“ Kurs treu. Es geht schon zur Sache (FSK: ab 16 Jahren), aber allzu bestialisch fallen die Tötungen visuell nicht aus. Nach einem packenden Beginn in einem Trainings-Parcours, wo nebenbei kurz eine schicke Ego-Shooter-Perspektive präsentiert wird, ist die zentrale Drohnenattacke die eindeutig innovativste Action-Sequenz, selbst wenn sie in Sachen CGI-Technik nur mittelmäßig ausgeführt wird. Eine dynamische Truckverfolgungsjagd und weitere Explosionsfestivals sorgen neben dem donnernden Score von David Buckley („Jason Bourne“) für das nötige Krawall-Grundrauschen, das die Actionreihe seit jeher auszeichnet. Nichts, was ewig im Gedächtnis bleibt, aber alles mit ordentlich Schmackes. Passt schon und dann ist jetzt auch gut.
Fazit:
„Angel Has Fallen“ ist ein klobiger Action-Thriller, der zwar ebenso hanebüchen wie vorhersehbar ist, aber dank kompetent-geradlinig inszenierter Action-Szenen und einem grandios über die Stränge schlagenden Nick Nolte streckenweise trotzdem ganz ansprechend unterhält. (mk)

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