Facts:
Genre: Animation, Familie, Komödie
Regie: Genndy Tartakovsky
Cast/Stimmen: Rick Kavanian, Janina Uhse, Dieter Hallervorden
Laufzeit: 97 Minuten
FSK: ab 0 Jahre
Verleih: Sony Pictures Germany
Genre: Animation, Familie, Komödie
Regie: Genndy Tartakovsky
Cast/Stimmen: Rick Kavanian, Janina Uhse, Dieter Hallervorden
Laufzeit: 97 Minuten
FSK: ab 0 Jahre
Verleih: Sony Pictures Germany
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| (c) Sony Pictures Germany |
Inhalt:
Mavis (Stimme im Original: Selena Gomez / deutsche Stimme: Janina Uhse) überrascht ihren Vater Drakula (Adam Sandler / Rick Kavanian) mit einem Familienurlaub im Rahmen einer luxuriösen Monster-Kreuzfahrt, damit er auch einmal ausspannen kann und sich mal nicht um das Wohlbefinden der Gäste seines Hotels kümmern muss. Den Spaß können sich der Rest der Familie, darunter Drakulas Vater Vlad (Mel Brooks / Dieter Hallervorden) und die monströsen Freunde natürlich nicht entgehen lassen. Also kommen sie mit, als der mysteriöse Kahn in See sticht. Zwischen Monster-Volleyball, Relaxen im Mondschein und Ausflügen an Land entdeckt Drakula längst begraben geglaubte Gefühle in sich, als er die Kapitänin Ericka (Kathryn Hahn / Anke Engelke) erblickt und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Nun ist es an Mavis, skeptisch zu bleiben und ihren Vater zur Vorsicht zu mahnen – denn irgendwas stimmt mit Ericka einfach nicht…
Bewertung:
Wenn Herbergsbetreiber Drakula sich beim Betreten des Kreuzfahrtschiffs,
das optisch ein wenig an die Titanic erinnert, etwas widerwillig
darüber beklagt, dass die Legacy auch nichts anderes sei als ein
schwimmendes Hotel und den begeisterten Mit-Monstern entgegenbrummelt,
dass sie alles, was sie dort machen, auch bei ihm in Transsilvanien tun
könnten, dann verweist das nicht nur auf altbekannte Tücken der
Urlaubsplanung, sondern auch auf die Situation der Filmemacher. Ihnen
gelingt die Balance aus entspannter Unterhaltung mit vertrauten Figuren
und aufregender Abwechslung recht gut. Das beginnt beim actiongeladenen
Prolog 1897 in Transsilvanien: Auf einer Zugfahrt nach „Budapescht“ wird
der olle Monsterjäger Abraham Van Helsing eingeführt, der Drakula und
seine mehr schlecht als recht verkleideten Monsterkumpel (köstlich: die
Mumie mit Stöckelschuhen) unter den menschlichen Passagieren ausfindig
macht, dem Vampir jedoch hoffnungslos unterlegen ist.
Auch nach dem Wechsel in die Gegenwart setzt Genndy Tartakovsky immer wieder auf visuelle Witze und landet dabei zahlreiche Volltreffer. Von zwei vor der Hochzeit stehenden Stachelmonstern, deren piksender Körperschmuck sich bei all der Aufregung in pfeilartige Geschosse verwandelt, über Fische mit Füßen (und Taucherflossen beim Schwimmen) bis zu einigen genialen Gags mit dem glibbrigen Blobby, der hier wie schon in „Hotel Transsilvanien 2“ erneut so manche Szene stiehlt, gibt es auch dieses Mal wieder eine Menge komischer Details und absurder Einfälle zu bestaunen. Dabei lässt der „Dexters Labor“-Regisseur seiner Lust am Abgefahren-Überdrehten hier sogar noch etwas mehr freien Lauf als in den Teilen zuvor.
Seinen Höhepunkt findet das skurrile Spektakel beim Finale in der versunkenen Stadt Atlantis, das sich als eine Art Las Vegas der Meere entpuppt. Hier versucht der fiese Greis Van Helsing den Monstern mit einer durch Techno-Mucke aufgebrachten Riesenkrake den Garaus zu machen, trifft aber auf musikalischen Widerstand durch den dösigen Gute-Laune-DJ Johnny, der mit „Good Vibrations“ und „Don‘t Worry, Be Happy“ dagegenhält. Schließlich tanzen das Tentakeltier, alle Monster und Menschen zu „Macarena“ und es kommt zur großen Versöhnung über alle Unterschiede hinweg. Hier sind wir genau wie schon beim Vater-Tochter-Konflikt zwischen dem verliebten Drakula und der misstrauischen Mavis dann wieder auf vertrautem Adam-Sandler-Terrain.
Mit Augenzwinkern und viel Herz geht es in „Ein Monster Urlaub“ einmal mehr um Familie und Liebe. Trotz sympathischer Toleranzbotschaft und einiger origineller Auflockerungen (Stichwort: Knoblauch) ist die zentrale Monster-Menschen-Romanze zwischen dem Fürsten der Finsternis und der Kreuzfahrtschiffskapitänin allerdings auch eines der weniger gelungenen Elemente des Films, der gerade im zweiten Drittel einige Längen aufweist. Die verzückt-verzogenen Grimassen des verliebten Vampirs werden ähnlich überstrapaziert wie die ohnehin arg konstruierten Gewissensbisse der doppelgesichtigen Ericka und die Bedenken der besorgt-eifersüchtigen Tochter. Am besten ist „Hotel Transsilvanien 3“ eben immer dann, wenn der Plot gerade mal (fast) gar keine Rolle spielt. So wie bei der urkomischen Flugreise mit Gremlin Air, wenn Kobold-Bruchpiloten die Monster in ihrer klapprigen Maschine zum Bermudadreieck befördern.
Fazit:
Auch nach dem Wechsel in die Gegenwart setzt Genndy Tartakovsky immer wieder auf visuelle Witze und landet dabei zahlreiche Volltreffer. Von zwei vor der Hochzeit stehenden Stachelmonstern, deren piksender Körperschmuck sich bei all der Aufregung in pfeilartige Geschosse verwandelt, über Fische mit Füßen (und Taucherflossen beim Schwimmen) bis zu einigen genialen Gags mit dem glibbrigen Blobby, der hier wie schon in „Hotel Transsilvanien 2“ erneut so manche Szene stiehlt, gibt es auch dieses Mal wieder eine Menge komischer Details und absurder Einfälle zu bestaunen. Dabei lässt der „Dexters Labor“-Regisseur seiner Lust am Abgefahren-Überdrehten hier sogar noch etwas mehr freien Lauf als in den Teilen zuvor.
Seinen Höhepunkt findet das skurrile Spektakel beim Finale in der versunkenen Stadt Atlantis, das sich als eine Art Las Vegas der Meere entpuppt. Hier versucht der fiese Greis Van Helsing den Monstern mit einer durch Techno-Mucke aufgebrachten Riesenkrake den Garaus zu machen, trifft aber auf musikalischen Widerstand durch den dösigen Gute-Laune-DJ Johnny, der mit „Good Vibrations“ und „Don‘t Worry, Be Happy“ dagegenhält. Schließlich tanzen das Tentakeltier, alle Monster und Menschen zu „Macarena“ und es kommt zur großen Versöhnung über alle Unterschiede hinweg. Hier sind wir genau wie schon beim Vater-Tochter-Konflikt zwischen dem verliebten Drakula und der misstrauischen Mavis dann wieder auf vertrautem Adam-Sandler-Terrain.
Mit Augenzwinkern und viel Herz geht es in „Ein Monster Urlaub“ einmal mehr um Familie und Liebe. Trotz sympathischer Toleranzbotschaft und einiger origineller Auflockerungen (Stichwort: Knoblauch) ist die zentrale Monster-Menschen-Romanze zwischen dem Fürsten der Finsternis und der Kreuzfahrtschiffskapitänin allerdings auch eines der weniger gelungenen Elemente des Films, der gerade im zweiten Drittel einige Längen aufweist. Die verzückt-verzogenen Grimassen des verliebten Vampirs werden ähnlich überstrapaziert wie die ohnehin arg konstruierten Gewissensbisse der doppelgesichtigen Ericka und die Bedenken der besorgt-eifersüchtigen Tochter. Am besten ist „Hotel Transsilvanien 3“ eben immer dann, wenn der Plot gerade mal (fast) gar keine Rolle spielt. So wie bei der urkomischen Flugreise mit Gremlin Air, wenn Kobold-Bruchpiloten die Monster in ihrer klapprigen Maschine zum Bermudadreieck befördern.
Fazit:
Auch in ihrem dritten Abenteuer sorgen Drakula und seine
Monsterfreunde wieder für jede Menge spaßiger Gags. Erzählerisch gibt es
allerdings gewisse Verschleißerscheinungen. Wir vergeben dafür 7 von 10 urlaubsreife Punkte. (mk)

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