Facts:
Genre: Dokumentation
Regie: Tristan Ferland Milewski
Cast: -
Laufzeit: 95 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
Verleih: Real Fiction
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| (c) Real Fiction |
Inhalt:
Einmal jährlich treffen sich gut 3.000 Männer auf dem sogenannten „Dream
Boat“, einem Kreuzfahrtschiff ausschließlich für Schwule. Die Reisenden
buchen ihre Fahrt auf dem Schiff aus den unterschiedlichsten Gründen:
Einige wollen endlich sie selbst sein, wie etwa Dipankar aus Indien, der
seiner arrangierten Ehe entkommen will und auf der Suche nach seinem
Traummann ist. Andere werden in ihrer Heimat wegen ihrer sexuellen
Orientierung verfolgt und suchen, so wie Ramzi aus Palästina, Zuflucht
auf dem „Dream Boat“. Phillipe hingegen sitzt im Rollstuhl und
betrachtet die Männer auf dem Schiff als eine Art Ersatzfamilie, seit
seine eigene Familie den Kontakt zu ihm abgebrochen hat. Andere wiederum
sind einfach nur an Bord, um andere Männer kennenzulernen und genießen
die große Auswahl.
Bewertung:
Sagenhaft schön gedrehter Dokumentarfilm aus dem Hause Beetz über eine
100% schwule Party-Kreuzfahrt. Cruising ohne Kills also! Tristan Ferland
Milewski inszeniert das ganz wunderbar, mit vielen
geschickten Kunstgriffen, viel Empathie für seine Protagonisten und
betont statischer Kamera. Ist lustig, traurig, kitischig, geil. Nur die
Musik übertreibt es mit dem Zuckerguß, wirkt aber nie fehl am Platz.
Fazit:
Meine im Vorfeld vorhandenen Klischees zu schwulen Kreuzfahrten wurden hier voll bedient. Die Oberflächlichkeit der schwulen Welt und der übertriebene Körperkult kommen hier sehr gut rüber. Die verschiedenen Einzelschicksale berühren und regen starkt zum Hinterfragen der eigenen Denkweisen an. Dafür vergeben wir 7,5 von 10 Punkte. (mk)

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