Facts:
Genre: Action, SciFi
Regie: Michael Bay
Cast: Mark Wahlberg, Laura Haddock, Anthony Hopkins
Laufzeit: 149 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Paramount Pictures Germany
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| (c) Paramount Pictures Germany |
Inhalt:
Der mächtige Anführer der Autobots, Optimus Prime (Stimme im Original:
Peter Cullen), hat die Erde verlassen. Fernab unserer Welt merkt er,
dass seine Heimat Cybertron zerstört wurde. Um sie wiederaufzubauen,
braucht Optimus Prime ein Artefakt, das zu Zeiten von König Artus (Liam
Garrigan) auf unserem Planeten versteckt wurde. Und die brutale Wahrheit
lautet: Nur eine der beiden Welten kann leben – entweder Cybertron oder
die Erde. Um letztere zu retten, bildet sich eine ungewöhnliches
Bündnis: Cade Yaeger (Mark Wahlberg), der Transformer Bumblebee, der
englische Lord Edmund Burton (Anthony Hopkins), die
Geschichtsprofessorin Vivien Wembley (Laura Haddock) und die junge
Izabella (Isabella Moner) versuchen gemeinsam, den Untergang abzuwenden –
in einem Kampf, in dem aus Freunden Feinde werden…
Bewertung:
Schon im Prolog wird das atemberaubende König-Artus-Setting mit den
zwölf Rittern der Tafelrunde kurz eingeführt, trotzdem ist der Rest des
ersten Drittels der schwächste Teil und wirkt manchmal regelrecht
kindisch. Erst mit der Ankunft von Anthony Hopkins‘ kuriosem Lord
schaltet Michael Bay „Transformers: The Last Knight“ vom Standgas in den
Overdrive. Alles scheint bis dahin nahtlos an den enttäuschenden
Vorgängerfilm anzuknüpfen - trotz der grandiosen Schauwerte dieser zu 98 Prozent mit
IMAX-Kameras gedrehten 217-Millionen-Dollar-Produktion. Bay lässt den unbeholfenen Kitsch des Auftakts, wo noch kurz
das Verschwinden von Cade Yeagers Tochter Tessa erklärt werden muss, hinter sich und das für
ihn so typische Pathos bekommt bisweilen sogar einen leicht satirischen
Touch. Wenn Mark Wahlberg bei seinem zweiten (und wohl letzten) „Transformers“-Einsatz die
snobistische Geschichtsprofessorin Vivien Wembley nach anfänglicher Abneigung mit seinem beiläufig zur Schau gestellten
Waschbrettbauch von sich überzeugt, setzt der Regisseur seinen
männlichen Star so aufdringlich in Szene, wie er das bisher nur mit
seinen Darstellerinnen gemacht hat.
Während Laura Haddock als Megan Fox der dritten Generation mit ihrem betont starken britischen Akzent einen Hauch von Ironie durchscheinen lässt, agiert Wahlberg als moderner Daniel Düsentrieb aus dem Volk bodenständiger und kommt dabei sympathischer rüber als im Vorgängerwerk. Anthony Hopkins wiederum zieht mit seiner Figur des hyperaktiven philanthropischen Lords - inklusive seines lustig-soziopathischen Robo-Butlers Cogman wirklich alle Register des Durchgeknallten. Nur ein Schauspieler von Hopkins‘ Format kann einer solchen Witzfigur, die innerhalb des Science-Fiction-Settings einen wandelnden Anachronismus darstellt, Würde und Charme verleihen.
Der kühn-irre Mix aus mittelalterlicher Saga, englischer Landsitz-Romantik, und einer abenteuerlichen Stimmung, in der sich sowohl Jules Verne als auch Indiana Jones wohlfühlen würden, hat etwas ganz Eigenes und wer sich auf ihn einlassen mag, wird sich prächtig unterhalten können. Auch die Balance zwischen Menschen und Robotern bekommt Michael Bay bei „Transformers: The Last Knight“ besser hin als zuletzt. Und wenn der Regisseur dann irgendwann auch noch Raumschlachten wie in den „Star Wars“-Filmen auffährt, ist das in diesem gigantomanischen Spektakel nicht der Overkill, sondern einfach nur konsequent gaga, wovon schon der Anfang mit Trunkenbold-Zauberer Merlin, der seine Macht nicht etwa seinen magischen Fähigkeiten verdankt, sondern der Transformers-Technologie, eine Ahnung vermittelt.
Übertreibung ist für Michael Bay so etwas wie ein Lebensmotto. Aber während er mit den unsinningen Plotwucherungen und den wie immer ausufernden Verfolgungsjagden und Mensch-gegen-Maschine-Kämpfen ins Schwarze trifft, sind einige der überzeichneten Nebenfiguren wirklich zu viel des Guten: Für das erste Drittel bekommt Cade Yeager mit der 14-jährigen Izabella (Isabela Moner), eine aufdringlich streetsmarte Waise als recht überflüssigen Jugend-Sidekick an die Seite gestellt, der im England-Teil dann durch Laura Haddocks Professorin ersetzt wird (Izabella verschwindet einstweilen fast komplett aus der Erzählung). Und während Josh Duhamel als Lieutenant Colonel Lennox, der jetzt für die Transformers Reaction Force (TRF) arbeitet und dort Robos jagt, noch einigermaßen sinnvoll in das ganze Chaos integriert ist, irrlichtert ein aufgedrehter Franchise-Rückkehrer John Turturro als Agent Simmons ohne echten Kontakt zur tatsächlichen Handlung durch den Film.
Fazit:
Während Laura Haddock als Megan Fox der dritten Generation mit ihrem betont starken britischen Akzent einen Hauch von Ironie durchscheinen lässt, agiert Wahlberg als moderner Daniel Düsentrieb aus dem Volk bodenständiger und kommt dabei sympathischer rüber als im Vorgängerwerk. Anthony Hopkins wiederum zieht mit seiner Figur des hyperaktiven philanthropischen Lords - inklusive seines lustig-soziopathischen Robo-Butlers Cogman wirklich alle Register des Durchgeknallten. Nur ein Schauspieler von Hopkins‘ Format kann einer solchen Witzfigur, die innerhalb des Science-Fiction-Settings einen wandelnden Anachronismus darstellt, Würde und Charme verleihen.
Der kühn-irre Mix aus mittelalterlicher Saga, englischer Landsitz-Romantik, und einer abenteuerlichen Stimmung, in der sich sowohl Jules Verne als auch Indiana Jones wohlfühlen würden, hat etwas ganz Eigenes und wer sich auf ihn einlassen mag, wird sich prächtig unterhalten können. Auch die Balance zwischen Menschen und Robotern bekommt Michael Bay bei „Transformers: The Last Knight“ besser hin als zuletzt. Und wenn der Regisseur dann irgendwann auch noch Raumschlachten wie in den „Star Wars“-Filmen auffährt, ist das in diesem gigantomanischen Spektakel nicht der Overkill, sondern einfach nur konsequent gaga, wovon schon der Anfang mit Trunkenbold-Zauberer Merlin, der seine Macht nicht etwa seinen magischen Fähigkeiten verdankt, sondern der Transformers-Technologie, eine Ahnung vermittelt.
Übertreibung ist für Michael Bay so etwas wie ein Lebensmotto. Aber während er mit den unsinningen Plotwucherungen und den wie immer ausufernden Verfolgungsjagden und Mensch-gegen-Maschine-Kämpfen ins Schwarze trifft, sind einige der überzeichneten Nebenfiguren wirklich zu viel des Guten: Für das erste Drittel bekommt Cade Yeager mit der 14-jährigen Izabella (Isabela Moner), eine aufdringlich streetsmarte Waise als recht überflüssigen Jugend-Sidekick an die Seite gestellt, der im England-Teil dann durch Laura Haddocks Professorin ersetzt wird (Izabella verschwindet einstweilen fast komplett aus der Erzählung). Und während Josh Duhamel als Lieutenant Colonel Lennox, der jetzt für die Transformers Reaction Force (TRF) arbeitet und dort Robos jagt, noch einigermaßen sinnvoll in das ganze Chaos integriert ist, irrlichtert ein aufgedrehter Franchise-Rückkehrer John Turturro als Agent Simmons ohne echten Kontakt zur tatsächlichen Handlung durch den Film.
Fazit:
Das Muster setzt sich fort: Die „Transformers“-Filme verlieren langsam aber sicher ihren Charme. Die Roboter sind meist nur noch lächerlich! „Transformers: The Last Knight“ macht mit seiner kühnen Kreuzung
von König-Artus-Sage und Sci-Fi-Action-Kirmes ab dem zweiten Drittel wenigstens etwas Spaß. Aber es bleibt mehr Enttäuschung beim Zuschauer zurück. Daher vergeben wir nur 4 von 10 Punkte.

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