Facts:
Genre: Horror, Fantasy, Abenteuer
Regie: Alex Krutzman
Cast: Tom Cruise, Annabelle Wallis, Sofia Boutella, Russell Crowe
Laufzeit: 111 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Universal Pictures Germany
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| (c) Universal Pictures Germany |
Inhalt:
Vor 2.000 Jahren wurde die ägyptische Prinzessin Ahmanet (Sofia
Boutella) tief unter der Erde eingesperrt – aus gutem Grund! Denn wie
Expertin Jenny Halsey (Annabelle Wallis) aus Hieroglyphen entziffert,
war Ahmanet als Anwärterin auf den Königsthron zu machtgierig und böse.
Durch Mumifizierung und eine meterdicke Sandschicht sollte die Welt vor
der Macht der Geschassten geschützt werden, doch nun wurde ihr Grab
durch eine Bombenexplosion freigelegt und die Mumie ist erwacht. Ahmanet
bahnt sich den Weg aus ihrem düsteren Grab hinein in unsere Gegenwart,
in der es am Abenteurer Nick Morton (Tom Cruise) ist, Unheil von der
gesamten Menschheit fernzuhalten. Die Tipps von Dr. Henry Jekyll
(Russell Crowe) im Ohr, nimmt Nick den Kampf auf. Über die Jahrhunderte
hinweg hat sich in der Mumie unermessliche Wut und Bosheit angestaut und
sie dürstet nach Rache…
Bewertung:
Einleitend heißt es, dass der
Tod nur die Schwelle zu neuem Leben sei. Das Zitat „Eine Welt von Göttern und Monstern“ welches als Motto des Dark Universe dienen könnte,
wie es uns in „Die Mumie“ offenbart wird. Einleitend heißt es, dass der
Tod nur die Schwelle zu neuem Leben sei. Und in kurzen Momenten zeigt
Sofia Boutellas Prinzessin/Mumie eine Macht- und Lebensgier, die erahnen
lässt, welche Verheißung und welche Anmaßung in diesem Satz stecken.
Auch ansonsten wird das dramatische Potenzial (vom philosophischen ganz zu
schweigen) dieser Prämisse gut genutzt. Zombie-Attacken mögen genauso wie die
Vogelangriffe (wenn sie durchs Cockpitfenster des Flugzeugs krachen,
dann kommt das gute 3D voll zur Geltung) sowie die ganzen Ratten und
Spinnen, die über Cruise und Co. herfallen, oft ein wenig willkürlich
daherkommen, aber sie gehören neben einem „Scherbenregen“ im Museum zu
den visuellen Höhepunkten dieses Films, dem man sein
125-Millionen-Dollar-Budget durchaus ansieht.
In „Die Mumie“ geht es letztlich einmal mehr um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, einem Kampf, dem sich auch Dr. Jekylls Geheimorganisation Prodigium verschrieben hat (und die eine der Konstanten im Dark Universe werden könnte). Die Verlagerung der Haupthandlung in die Gegenwart gibt dabei die Gelegenheit zu einer beeindruckenden Flugzeugabsturzsequenz, aber abgesehen von einem überraschend boshaft eingesetzten Verweis auf die Zerstörung von Kunst- und Kulturschätzen durch den sogenannten Islamischen Staat und einer Zerstörungsorgie in Londons Straßen, die flaue Gefühle auslösen könnte, ist der Film ähnlich zeitlos wie Tom Cruise alterslos zu sein scheint – umso kurioser wirkt da eine der Schlusswendungen des Films, die tatsächlich Lust macht auf eine entsprechende Fortsetzung. Die größte Hoffnung knüpft sich aber an Russell Crowe und seinen Dr. Jekyll: Das ist hier nämlich die einzige Figur, in der echtes Leben und ein nachfühlbarer Konflikt steckt - selbst ihre kaum mehr als angedeutete Verwandlung in Mr. Hyde übertrifft den Großteil des restlichen Films an Ausdruckskraft und Emotionen.
Fazit:
In „Die Mumie“ geht es letztlich einmal mehr um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, einem Kampf, dem sich auch Dr. Jekylls Geheimorganisation Prodigium verschrieben hat (und die eine der Konstanten im Dark Universe werden könnte). Die Verlagerung der Haupthandlung in die Gegenwart gibt dabei die Gelegenheit zu einer beeindruckenden Flugzeugabsturzsequenz, aber abgesehen von einem überraschend boshaft eingesetzten Verweis auf die Zerstörung von Kunst- und Kulturschätzen durch den sogenannten Islamischen Staat und einer Zerstörungsorgie in Londons Straßen, die flaue Gefühle auslösen könnte, ist der Film ähnlich zeitlos wie Tom Cruise alterslos zu sein scheint – umso kurioser wirkt da eine der Schlusswendungen des Films, die tatsächlich Lust macht auf eine entsprechende Fortsetzung. Die größte Hoffnung knüpft sich aber an Russell Crowe und seinen Dr. Jekyll: Das ist hier nämlich die einzige Figur, in der echtes Leben und ein nachfühlbarer Konflikt steckt - selbst ihre kaum mehr als angedeutete Verwandlung in Mr. Hyde übertrifft den Großteil des restlichen Films an Ausdruckskraft und Emotionen.
Fazit:
Mir hat die Neuauflage von „Die Mumie“ von Alex Kurtzmans sehr gut gefallen. Düster, Creepy und weg vom lustiges Mumien Image der letzten Filme. Guter Auftakt zum neuen Universal-Monsterfilmuniversum. Wir vergeben frisch einbalsamierte 8 von 10 Punkte. (mk)

