Facts:
Genre: Komödie
Regie: David Kerr
Cast: Rowan Atkinson, Emma Thompson, Olga Kurylenko
Laufzeit: 89 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
Verleih: Universal Pictures Germany
Genre: Komödie
Regie: David Kerr
Cast: Rowan Atkinson, Emma Thompson, Olga Kurylenko
Laufzeit: 89 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
Verleih: Universal Pictures Germany
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| (c) Universal Pictures Germany |
Inhalt:
Johnny English (Rowan Atkinson) arbeitet mittlerweile nicht mehr als Geheimagent, sondern als Lehrer. Doch als ein mysteriöser Hacker sämtliche britischen Spione enttarnt, bleibt dem Geheimdienst nichts anderes übrig, als English zu reaktivieren und auf eine gefährliche Mission zu schicken, obwohl dieser bisher jeden seiner Aufträge verbockte. Denn er ist der einzige Undercover-Agent, der kein Opfer des Hackangriffs geworden ist – einfach weil English keinen Plan von der Digitalisierung und damit auch nicht von Smartphones oder Computern hat. Nun stolpert der Spion also mit seinen gnadenlos veralten Methoden und seiner trotteligen Art von einer Pleite zur nächsten, bleibt dennoch die letzte Hoffnung der britischen Premierministerin (Emma Thompson) – und trifft die verführerische Ophelia (Olga Kurylenko)…
Bewertung:
Die ersten beiden Filme der „Johnny English“-Reihe zielten 2003 und 2011
ziemlich genau auf das ab, was das Publikum dank Atkinsons „Mr. Bean“-Paraderolle
von dem unerschrockenen Komiker gewohnt ist: Die Plots der als
Bond-Persiflage angelegten Krimikomödien dienten in erster Linie dazu,
wüste Slapstick-Eskapaden mehr schlecht als recht miteinander zu
verknüpfen. Was im ersten Teil noch passabel funktionierte, wirkte im
zweiten dagegen bemüht, ja, begann sogar zu langweilen. Autor William
Davies verfasste zwar auch die Drehbücher zu „Johnny English - Der
Spion, der es versiebte“ und „Johnny English - Jetzt erst recht!“, doch die sieben Jahre Pause zwischen dem zweiten und dem dritten Teil, zwischen denen er lediglich das Skript zu „Der gestiefelte Kater“ schrieb, haben sich bezahlt gemacht.
Die Story rund um den Hackerangriff auf den britischen Geheimdienst wirkt frisch und auf der Höhe der Zeit - und dass ein solch alteingesessener Gentleman-Spion wie Johnny English keinerlei Online-Affinität besitzt, ist ja auch nur allzu plausibel. Das Aufeinanderprallen zwischen dem Digital Immigrant und der global vernetzten Welt fördert schon von sich aus einige herausragende Comedy-Momente zutage, von denen die (im Trailer nicht einmal ansatzweise zur Geltung kommende) Virtual-Reality-Szene das Highlight des Films darstellt. Hier werden nicht nur Fans des typischen „Mr. Bean“-Humors großartig bedient, sondern auch Filmliebhaber, die abseits ihres persönlichen Humorverständnisses Timing und eine zielgenaue Inszenierung zu schätzen wissen. Wie Kameramann Florian Hoffmeister und das Cutter-Duo Tony Cranstoun („Das hält kein Jahr..!“) und Mark Everson („Paddington 2“) hier zwischen der virtuellen Welt, in der English allerlei Bösewichter außer Gefecht setzt, und dem realen London hin und her schneiden, bis das Ganze bis ins kleinste Detail synchronisiert ist, ist einfach nur verdammt unterhaltsam.
Ganz klar liegt der Fokus hier auf den Comedy-Elementen. Egal ob English und Bough aus Versehen ein feines Restaurant in Schutt und Asche legen, sich eine absurde Verfolgungsjagd mit der undurchschaubaren Schurkin Ophelia (Olga Kurylenko) liefern oder Johnny bei einer ausgiebigen Tanzeinlage nur durch Zufall immer wieder knapp dem Tod entkommt: „Man lebt nur dreimal“ steckt einmal mehr voller aberwitziger Ideen für überbordenden Slapstick und skurrilen Wortwitz. Das Besondere an diesem Film ist allerdings, dass Regisseur David Kerr auch die Agentenfähigkeiten seiner Hauptfigur nicht zu kurz kommen lässt. Ein Großteil der Eskapaden, die dazu beitragen, dass die Welt am Ende natürlich doch noch irgendwie gerettet wird, entwickelt sich zwar aus dem Zufall heraus. Doch Johnny English wird endlich auch zu einem durchaus fähigen Ermittler, der sich nicht mehr ausschließlich darüber definiert, möglichst witzig ins nächste Fettnäpfchen zu treten.
Der ganze Fall rund um den von Jake Lacy schön schmierig verkörperten Cyber-Terroristen Jason ist zwar rasch durchschaut, würde aber auch ohne die zahlreichen Comedy-Einlagen Rowan Atkinsons und seiner vielen Kollegen funktionieren. Dies liegt zum einen an den sauber ausgeführten Effekten: Wenn hier was explodiert, dann rummst es im Kinosaal spürbar. Zum anderen tragen aber auch die Darsteller einen Großteil zum soliden Erscheinungsbild von „Man lebt nur dreimal“ bei. Immer wieder stiehlt Emma Thompson Atkinson die Show, wenn sie als verzweifelt um Fassung bemühte Premierministerin versucht, Ordnung in das Chaos zu bringen und nur ungern auf die Hilfe des ihrer Meinung nach unfähigen Johnny English zurückgreift. Ben Millermacht als Englishs Kollege eine gute Figur und erdet die mitunter hanebüchenen Szenarien immer wieder aus der beobachtenden Position heraus, während Olga Kurylenko in ihrer für Überraschungen sorgenden Rolle nicht nur Johnny English den Kopf verdreht.
Fazit:
Die Story rund um den Hackerangriff auf den britischen Geheimdienst wirkt frisch und auf der Höhe der Zeit - und dass ein solch alteingesessener Gentleman-Spion wie Johnny English keinerlei Online-Affinität besitzt, ist ja auch nur allzu plausibel. Das Aufeinanderprallen zwischen dem Digital Immigrant und der global vernetzten Welt fördert schon von sich aus einige herausragende Comedy-Momente zutage, von denen die (im Trailer nicht einmal ansatzweise zur Geltung kommende) Virtual-Reality-Szene das Highlight des Films darstellt. Hier werden nicht nur Fans des typischen „Mr. Bean“-Humors großartig bedient, sondern auch Filmliebhaber, die abseits ihres persönlichen Humorverständnisses Timing und eine zielgenaue Inszenierung zu schätzen wissen. Wie Kameramann Florian Hoffmeister und das Cutter-Duo Tony Cranstoun („Das hält kein Jahr..!“) und Mark Everson („Paddington 2“) hier zwischen der virtuellen Welt, in der English allerlei Bösewichter außer Gefecht setzt, und dem realen London hin und her schneiden, bis das Ganze bis ins kleinste Detail synchronisiert ist, ist einfach nur verdammt unterhaltsam.
Ganz klar liegt der Fokus hier auf den Comedy-Elementen. Egal ob English und Bough aus Versehen ein feines Restaurant in Schutt und Asche legen, sich eine absurde Verfolgungsjagd mit der undurchschaubaren Schurkin Ophelia (Olga Kurylenko) liefern oder Johnny bei einer ausgiebigen Tanzeinlage nur durch Zufall immer wieder knapp dem Tod entkommt: „Man lebt nur dreimal“ steckt einmal mehr voller aberwitziger Ideen für überbordenden Slapstick und skurrilen Wortwitz. Das Besondere an diesem Film ist allerdings, dass Regisseur David Kerr auch die Agentenfähigkeiten seiner Hauptfigur nicht zu kurz kommen lässt. Ein Großteil der Eskapaden, die dazu beitragen, dass die Welt am Ende natürlich doch noch irgendwie gerettet wird, entwickelt sich zwar aus dem Zufall heraus. Doch Johnny English wird endlich auch zu einem durchaus fähigen Ermittler, der sich nicht mehr ausschließlich darüber definiert, möglichst witzig ins nächste Fettnäpfchen zu treten.
Der ganze Fall rund um den von Jake Lacy schön schmierig verkörperten Cyber-Terroristen Jason ist zwar rasch durchschaut, würde aber auch ohne die zahlreichen Comedy-Einlagen Rowan Atkinsons und seiner vielen Kollegen funktionieren. Dies liegt zum einen an den sauber ausgeführten Effekten: Wenn hier was explodiert, dann rummst es im Kinosaal spürbar. Zum anderen tragen aber auch die Darsteller einen Großteil zum soliden Erscheinungsbild von „Man lebt nur dreimal“ bei. Immer wieder stiehlt Emma Thompson Atkinson die Show, wenn sie als verzweifelt um Fassung bemühte Premierministerin versucht, Ordnung in das Chaos zu bringen und nur ungern auf die Hilfe des ihrer Meinung nach unfähigen Johnny English zurückgreift. Ben Millermacht als Englishs Kollege eine gute Figur und erdet die mitunter hanebüchenen Szenarien immer wieder aus der beobachtenden Position heraus, während Olga Kurylenko in ihrer für Überraschungen sorgenden Rolle nicht nur Johnny English den Kopf verdreht.
Fazit:
Auch wenn die Messlatte nach den ersten beiden Filmen der Reihe
nicht sonderlich hoch lag, ist „Johnny English – Man lebt nur dreimal“
nun der klar beste Teil der Reihe, in dem die zahlreichen gelungenen
Comedy-Szenen einen routinierten Spionageplot ordentlich aufpeppen. Dafür vergeben wir undercovermäßige 6,5 von 10 Punkte. (mk)

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