Facts:
Genre: SciFi, Fantasy, Action
Regie: James Gunn
Cast: Chris Pratt, Zoe Saldana, Karen Gillian, David Hasselhoff, Kurt Russell
Laufzeit: 136 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
Verleih: Walt Disney Germany
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| (c) Walt Disney Germany |
Inhalt:
Die „Guardians Of The Galaxy“ rund um Peter Quill alias Star-Lord (Chris
Pratt) sind mittlerweile im ganzen Universum bekannt und auch Ayesha
(Elizabeth Debicki), die Anführerin der Sovereign People, einem Volk von
genetisch zur Perfektion veränderten Wesen, bemüht sich um ihre
Dienste. Die Guardians sollen für sie und ihre Mitbürger ein
interdimensionales Monster bekämpfen. Im Ausgleich will sie ihnen Nebula
(Karen Gillan) übergeben, so dass die Guardians die Killerin und
Schwester von Gamora (Zoe Saldana) ins Gefängnis bringen können. Doch
Rocket (Stimme im Original: Bradley Cooper) kann seine Finger mal wieder
nicht bei sich behalten und klaut nach vollbrachter Tat ein paar
mächtige Batterien. Ayesha ist darüber alles andere als begeistert und
heuert die Ravagers an, die Guardians zu jagen und die Energiequelle
zurückzuholen. Weil Yondu sich weigert, seinen Ziehsohn Star-Lord mit
vollem Einsatz zu verfolgen, kommt es innerhalb der Ravagers zur
Meuterei. Taserface (Chris Sullivan) übernimmt das Kommando und setzt
Star-Lord und den Guardians nach. Bei deren Überführung von Nebula zum
Nova Corps wiederum geht derweil wenig nach Plan und bald werden die
Helden getrennt…
Bewertung:
Auch in der Fortsetzung finden sich wieder zahlreiche
Anspielungen auf die legendäre Sternenkriegssaga – bis hin zu den mit
absoluter Selbstverständlichkeit eingeblendeten zunächst nichtssagenden
Planetennamen. Denn auch die Vorliebe für mehrere parallele Schauplätze
und Erzählstränge teilt Gunn dieses Mal mit dem „Star Wars“-Schöpfer
George Lucas und lässt die Guardians-Gang getrennte Wege gehen. Doch
diese Strategie zahlt sich nicht aus. Man mag noch darüber hinwegsehen,
dass die Aufteilung inhaltlich sehr dürftig begründet wird und sie nur
als Mittel zum erzählerischen Zweck erscheint, doch wer die Helden als
Einzelkämpfer oder im Duo auftreten lässt, tut dies auf Kosten der
einzigartigen Gruppendynamik der Guardians. Sie sind als Team am
stärksten und so ist auch der Film am besten, wenn sie alle zusammen in
Aktion treten wie zum Auftakt und im Finale. Dort erreicht die
Fortsetzung trotzdem kaum die Qualität des
Vorgängers.
Dazwischen ist „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ kurzweilig und hat lustige Momente, aber die erzählerische Stringenz lässt ein wenig zu wünschen übrig und die Spannung bleibt weitgehend auf der Strecke, zumal die Bösewichte nicht wirklich überzeugen. Man lacht immer wieder über eine wundervolle Hommage oder die ironische Brechung eines kitschigen Moments und freut sich über einen der vielen überraschenden Cameo-Auftritte oder die Entdeckung einiger Easter Eggs. James Gunn sorgt konstant für Humor, doch gibt er uns lange Zeit kaum Gelegenheit, mit den Figuren mitzufiebern. Sie sind meist zu zweit unterwegs und ergänzen sich jeweils gut, aber das großartige Potenzial der Figuren wird dabei nicht immer ausgeschöpft. Besonders amüsant ist die Paarung zwischen Drax und Egos Gehilfin Mantis (Pom Klementieff): Der naive Neuzugang wird von dem Hünen immer wieder wunderbar veräppelt. Die Schwestern Nebula und Gamora zelebrieren derweil einige nette Bad-Ass-Momente, während der langsame Aufbau einer besonderen Bindung zwischen Rocket und Star-Lords Ziehvater Yondu (absolut großartig: Michael Rooker) sich im Finale bezahlt macht.
Ausgerechnet der von Charisma-Bombe Chris Pratt gespielte Anführer Star-Lord bleibt dagegen dieses Mal trotz einiger cooler Sprüche etwas blasser. Zwischen ihm und dem in seiner menschlichen Form von Altstar Kurt Russell verkörperten lebenden Planeten Ego kommen trotz vieler gemeinsamer Momente keine rechten Vater-Sohn-Wiedervereinigungsgefühle auf. Dies wird einem noch einmal besonders klar vor Augen geführt, wenn gen Ende der Klassiker „Father And Son“ von Cat Stevens alias Yusuf Islam auf dem leider sehr abfallenden Soundtrack erklingt und den (nicht nur emotionalen) Höhepunkt des gesamten Films untermalt. Trotz des Songtitels geht es hier nämlich nicht um die Beziehung von Star-Lord und Ego (so viel kann verraten werden), sondern um eine andere, die ungleich besser ausgestaltet und erzählt wird.
Der eigentliche Star im gegenüber Teil eins noch umfangreicheren Figurenarsenal ist neben Michael Rookers Yondu einmal mehr Groot - beziehungsweise nun Baby Groot. James Gunn hat zwar mehrfach gesagt, dass mögliche Spielzeug-Verkäufe rein gar nichts mit der Entscheidung zu tun hätten, das Baumwesen im kurz nach dem Ende des Vorgängers und so ebenfalls im Jahr 2014 angesiedelten Sequel im Baby-Alter zu belassen, doch bei Disney und den Merchandise-Partnern dürfte man sich trotzdem die Hände reiben. Denn Gunn tut alles dafür, dass Baby-Groot-Puppen der Renner werden. Ähnlich wie im ersten Film gibt es zwar erst ein Vorspiel in der Vergangenheit, doch danach gehört die Bühne ganz Groot. Wenn die Guardians etwa für die Sovereign das riesige Weltraummonster besiegen, findet die Action zum größten Teil nur im Bildhintergrund statt, denn der Fokus liegt auf dem munter durch die Szenerie tapernden Baum-Baby. Das hat zum Kampf nichts beizutragen, stellt allerlei Unsinn an und lenkt immer wieder die Kollegen ab, die sich Sorgen um den kleinen Racker machen. Dieser Auftakt nimmt viel vom späteren Ablauf vorweg: Im Zweifelsfall wird in diesem launigen Sequel Humor gegenüber Action und Thrill bevorzugt.
Fazit:
Dazwischen ist „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ kurzweilig und hat lustige Momente, aber die erzählerische Stringenz lässt ein wenig zu wünschen übrig und die Spannung bleibt weitgehend auf der Strecke, zumal die Bösewichte nicht wirklich überzeugen. Man lacht immer wieder über eine wundervolle Hommage oder die ironische Brechung eines kitschigen Moments und freut sich über einen der vielen überraschenden Cameo-Auftritte oder die Entdeckung einiger Easter Eggs. James Gunn sorgt konstant für Humor, doch gibt er uns lange Zeit kaum Gelegenheit, mit den Figuren mitzufiebern. Sie sind meist zu zweit unterwegs und ergänzen sich jeweils gut, aber das großartige Potenzial der Figuren wird dabei nicht immer ausgeschöpft. Besonders amüsant ist die Paarung zwischen Drax und Egos Gehilfin Mantis (Pom Klementieff): Der naive Neuzugang wird von dem Hünen immer wieder wunderbar veräppelt. Die Schwestern Nebula und Gamora zelebrieren derweil einige nette Bad-Ass-Momente, während der langsame Aufbau einer besonderen Bindung zwischen Rocket und Star-Lords Ziehvater Yondu (absolut großartig: Michael Rooker) sich im Finale bezahlt macht.
Ausgerechnet der von Charisma-Bombe Chris Pratt gespielte Anführer Star-Lord bleibt dagegen dieses Mal trotz einiger cooler Sprüche etwas blasser. Zwischen ihm und dem in seiner menschlichen Form von Altstar Kurt Russell verkörperten lebenden Planeten Ego kommen trotz vieler gemeinsamer Momente keine rechten Vater-Sohn-Wiedervereinigungsgefühle auf. Dies wird einem noch einmal besonders klar vor Augen geführt, wenn gen Ende der Klassiker „Father And Son“ von Cat Stevens alias Yusuf Islam auf dem leider sehr abfallenden Soundtrack erklingt und den (nicht nur emotionalen) Höhepunkt des gesamten Films untermalt. Trotz des Songtitels geht es hier nämlich nicht um die Beziehung von Star-Lord und Ego (so viel kann verraten werden), sondern um eine andere, die ungleich besser ausgestaltet und erzählt wird.
Der eigentliche Star im gegenüber Teil eins noch umfangreicheren Figurenarsenal ist neben Michael Rookers Yondu einmal mehr Groot - beziehungsweise nun Baby Groot. James Gunn hat zwar mehrfach gesagt, dass mögliche Spielzeug-Verkäufe rein gar nichts mit der Entscheidung zu tun hätten, das Baumwesen im kurz nach dem Ende des Vorgängers und so ebenfalls im Jahr 2014 angesiedelten Sequel im Baby-Alter zu belassen, doch bei Disney und den Merchandise-Partnern dürfte man sich trotzdem die Hände reiben. Denn Gunn tut alles dafür, dass Baby-Groot-Puppen der Renner werden. Ähnlich wie im ersten Film gibt es zwar erst ein Vorspiel in der Vergangenheit, doch danach gehört die Bühne ganz Groot. Wenn die Guardians etwa für die Sovereign das riesige Weltraummonster besiegen, findet die Action zum größten Teil nur im Bildhintergrund statt, denn der Fokus liegt auf dem munter durch die Szenerie tapernden Baum-Baby. Das hat zum Kampf nichts beizutragen, stellt allerlei Unsinn an und lenkt immer wieder die Kollegen ab, die sich Sorgen um den kleinen Racker machen. Dieser Auftakt nimmt viel vom späteren Ablauf vorweg: Im Zweifelsfall wird in diesem launigen Sequel Humor gegenüber Action und Thrill bevorzugt.
Fazit:
Mich hat „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ nicht überzeugt und besser gesagt - sogar enttäuscht. Die Musik ist weit aus schlechter als im 1. Teil. Die Handlung besteht aus viel zu viel unsinnigem Gelaber und die Story ist selbst für das Scifi Genre zu weit hergeholt. Dafür gibts nur schwache 5 von 10 Punkte. (mk)

