Facts:
Genre:Drama, Muscial, Romanze
Regie: Damien Chazelle
Cast: Ryan Gosling, Emma Stone, John Legend
Laufzeit: 128
Minuten
FSK:
ab 0 Jahre
Verleih: Studio Canal Deutschland
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| (c) Studio Canal Deutschland |
Inhalt:
Mia (Emma Stone) ist eine leidenschaftliche Schauspielerin, die ihr
Glück in Los Angeles sucht. Sebastian (Ryan Gosling) will dort ebenfalls
seinen Durchbruch schaffen, allerdings nicht als Schauspieler, sondern
als Musiker, der Menschen des 21. Jahrhunderts für traditionellen Jazz
begeistern möchte. Mia und Sebastian müssen sich mit Nebenjobs
durchschlagen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern – sie arbeitet in
Cafés, er sitzt in Clubs wie dem von Boss (J.K. Simmons) am Keyboard.
Nachdem sie einander vorm Klavier begegnet und schließlich ein Paar
geworden sind, geben sich gegenseitig Kraft. Von nun an arbeiten sie zu
zweit daran, groß rauszukommen. Doch schnell müssen Mia und Sebastian
feststellen, dass ihre Bestrebungen auch Opfer fordern und ihre
Beziehung auf eine harte Probe stellen. Verrät sich Sebastian selbst,
wenn er in der Band von Keith (John Legend) Musik spielt, die er gar
nicht mag? Und kann Mia ihre Zeilen nicht auch mit ihrem Freund auf Tour
lernen, oder muss sie dazu wirklich in L.A. bleiben?
Bewertung:
Bereits mit der auf einer der zahlreichen, nach L.A. hineinführenden Brücken
angesiedelte Auftakt ist eine Klasse für sich! Die Kamera von Linus
Sandgren schwebt auf die stockende
Wagenkolonne zu, die sie anschließend – ohne erkennbaren Schnitt – für
eine grandiose fünfminütige Eröffnungssequenz ständig umkreist. Aus den
haltenden Autos steigen mehr und mehr Menschen aus, in einem der Trucks
befindet sich eine Band – und alle gemeinsam besingen sie das Leben und
die hoffnungsverheißende Stadt der Engel. Dieser Track gibt bereits die
Stimmung für den gesamten Film vor: Immer eine Melodie auf den Lippen,
stets schön locker in der Hüfte. Fans von Film-Musicals wird „La La
Land“ sowieso zu wahren Freudenstürmen hinreißen. Aber was noch viel
beeindruckender ist: Wo in den vergangenen Jahren hier und da mal ein
vereinzeltes Musical mehr oder weniger erfolgreich in den Kinos lief ,
ohne dass man ein paar Monate später noch groß über diese Filme reden
würden, trauen wir „La La Land“ ohne weiteres zu, einen ähnlichen
Kultstatus wie Baz Luhrmans „Moulin Rouge!“ zu erreichen.
„La La Land“ mag an klassische Hollywood-Musicals angelegt sein, aber das hält Damien Chazelle nicht davon ab, immer wieder interessante neue Wege zu finden, seine nur im Kern simple Geschichte zu erzählen. So pfeift er auf eine lineare Erzählweise und springt zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her. Zudem hat er den Film in Kapitel unterteilt, die den vier Jahreszeiten zugeordnet sind. Dennoch stehen natürlich die Tanz- und Gesangsnummern (die in ihrer pompösen Pracht mitunter an den oft unterschätzten „Der große Gatsby“ von Baz Luhrman erinnern) im Mittelpunkt: Emma Stone (das schönste Lächeln seit Julia Roberts) und Ryan Gosling (trägt die coolsten Filmanzüge der Welt) hängen sich voll rein und zeigen eine Menge Seele. Sicherlich tanzen und singen sie nicht so gut oder elegant wie dereinst Fred und Ginger, aber das hatte wohl auch niemand ernsthaft erwartet. Dafür dürfen sie gemeinsam in den Himmel schweben (die gute Art von Kitsch) oder am Ende noch einmal eine alternative Version des gesamten Plots tanzen – vor Chazelles überbordender Phantasie kann man einfach nur den Hut ziehen!
Und immer, wenn man sich Sorgen macht, dass der Film demnächst auf der Stelle treten könnte, lässt der Regisseur seinen Film aus der Perspektive einer anderen Person einfach noch mal von vorn beginnen oder er zaubert so tolle Gaststars wie John Legend aus dem Hut. Oder er schwenkt zu spannenden Debatten über die Leidenschaft, den wahren Jazz und die Lebbarkeit der einen großen Liebe. Hier entwickeln perfekt gekleidete Menschen tatsächlich mal kluge Gedanken über das Leben, die weit über die klassischen Hollywood-Moralweisheiten hinausreichen – so ist „La La Land“ ein Film, der vor allem unheimlich glücklich und dabei auch ein wenig nachdenklich macht.
Fazit:
„La La Land“ mag an klassische Hollywood-Musicals angelegt sein, aber das hält Damien Chazelle nicht davon ab, immer wieder interessante neue Wege zu finden, seine nur im Kern simple Geschichte zu erzählen. So pfeift er auf eine lineare Erzählweise und springt zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her. Zudem hat er den Film in Kapitel unterteilt, die den vier Jahreszeiten zugeordnet sind. Dennoch stehen natürlich die Tanz- und Gesangsnummern (die in ihrer pompösen Pracht mitunter an den oft unterschätzten „Der große Gatsby“ von Baz Luhrman erinnern) im Mittelpunkt: Emma Stone (das schönste Lächeln seit Julia Roberts) und Ryan Gosling (trägt die coolsten Filmanzüge der Welt) hängen sich voll rein und zeigen eine Menge Seele. Sicherlich tanzen und singen sie nicht so gut oder elegant wie dereinst Fred und Ginger, aber das hatte wohl auch niemand ernsthaft erwartet. Dafür dürfen sie gemeinsam in den Himmel schweben (die gute Art von Kitsch) oder am Ende noch einmal eine alternative Version des gesamten Plots tanzen – vor Chazelles überbordender Phantasie kann man einfach nur den Hut ziehen!
Und immer, wenn man sich Sorgen macht, dass der Film demnächst auf der Stelle treten könnte, lässt der Regisseur seinen Film aus der Perspektive einer anderen Person einfach noch mal von vorn beginnen oder er zaubert so tolle Gaststars wie John Legend aus dem Hut. Oder er schwenkt zu spannenden Debatten über die Leidenschaft, den wahren Jazz und die Lebbarkeit der einen großen Liebe. Hier entwickeln perfekt gekleidete Menschen tatsächlich mal kluge Gedanken über das Leben, die weit über die klassischen Hollywood-Moralweisheiten hinausreichen – so ist „La La Land“ ein Film, der vor allem unheimlich glücklich und dabei auch ein wenig nachdenklich macht.
Fazit:
Das klassische Hollywood-Musical ist
zurück. Damien Chazelle hat mit „La La Land“ einen
Instant-Klassiker rausgehauen, der Emma Stone und Ryan Gosling als das
aktuelle Traumfabrik-Traumpaar schlechthin etabliert und auch bei der
kommenden Oscarverleihung ein ganz gehöriges Wörtchen mitreden wird. Dafür vergeben wir gut gelaunte 9 von 10 Punkte. (mk)

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