Facts:
Genre: Animation
Regie: Garth Jennings
Cast/Stimmen: Daniel Hartwich, Alexandra Maria Lara, Klaas Heufer-Umlauf
Laufzeit: 108 Minuten
FSK: ab 0 Jahre
Verleih: Universal Pictures
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| (c) Universal Pictures |
Inhalt:
Koala Buster Moon (Daniel Hartwich) leitet ein Theater, um das es nicht sonderlich gut
bestellt ist. Als er merkt, dass er ohne Anstrengungen nicht aus den
roten Zahlen kommt, ruft Buster kurzerhand zu einem Gesangswettbewerb
auf. Gemeinsam mit seinem treuen Freund, dem Schaf Eddie (Olli Schulz), das am liebsten an der Konsole zockt und am Pool
rumhängt, lädt er zum Vorsingen. Unter den Teilnehmern des Wettbewerbs
sind der rappende Jung-Gorilla Johnny (Patrick Baehr), die
alleinerziehende Schweine-Mama Rosita (Alexandra
Maria Lara), die betrügerische Jazz-Maus Mike (Klaas
Heufer-Umlauf), die unter Lampenfieber leidende Elefanten-Teenagerin
Meena (Maximiliane Häcke) und Stachelschwein-Weibchen Ash
(Stefanie Kloß), das seinen arroganten Freund
loswerden und nun auf Solopfaden wandeln will. Jedes der stimmgewaltigen
Tiere träumt von der großen Karriere…
Bewertung:
Selbst wenn Filme des aktuellen Disney/Pixar-Konkurrenten Nr. 1
an den Kinokassen regelmäßig einschlagen wie eine Bombe, mangelte es „Minions“ und „Pets“ zuletzt trotzdem ein wenig an der Kreativität und vor allem der Warmherzigkeit, die den Illumination-Erstling „Ich - Einfach unverbesserlich“
noch zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Aber mit ihrem neuesten
Streich zeigen Studiogründer Christopher Meledandri und seine
Animationskünstler, dass sie es immer noch draufhaben: Das Konzept von
Garth Jennings‘ „Sing“ mutet zwar im ersten Moment an
wie eine animierte Ausgabe von „Deutschland sucht den Superstar“ mit
schrägen Tieren statt schrägen Sängern, entpuppt
sich stattdessen aber als wunderbar schwungvoll-herziges
Außenseiter-Musical, bei dessen finaler Bühnenshow das Publikum gar
nicht anders kann, als 30 Minuten am Stück glücklich durchzugrinsen.
Rosita hat ihre 25 (!) Ferkel perfekt im Griff – und selbst als kurzfristig der Babysitter absagt, weiß sie sich mit einer selbstkonstruierten Hausarbeitsmaschine zu helfen, die selbst den Frühstücksautomaten aus Tim Burtons „Pee-wees irre Abenteuer“ alt aussehen lässt. Und wenn sie dann nach all dem Stress wie als Befreiung „Firework“ von Katy Perry rausschmettert, muss man einfach applaudieren (animiertes Schwein hin oder her). Aber nicht nur die platten Popkulturpointen und ausgelutschten Animationsgags (leider mit Ausnahme eines dauerfurzenden Bisons) bleiben in „Sing“ außen vor, auch die Wettbewerbsdramaturgie fällt nach der Hälfte der Spielzeit hinten runter, wenn Buster Moons visuell berauschende Bühnenshow mit verschiedenfarben leuchtenden Quallen plötzlich in sich zusammenkracht. Doch: The Show Must Go On - und so entwickelt sich das Finale von „Sing“ abseits aller aufgepeitschter Castingshow-Künstlichkeit zu einem mutmachenden Feel-Good-Musical, bei dem einem jede Nummer mindestens ein ganz breites Lächeln ins Gesicht zaubert (wenn man nicht gleich anfängt, vor lauter Glücksgefühlen loszuheulen).
Fazit:
Poppiges Animationsabenteuer mit Gute-Laune-Garantie mit vielen tollen Songs, welche zum mitsingen einladen. Viele der Figuren wachsen schnell ans Herz und so vergeben wir herzensgute 8 von 10 Punkte. (mk)

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