Facts:
Genre: SciFi, Action, Abenteur
Regie: Justin Lin
Cast: Chris Pine, Zachary Quinto, Simon Pegg
Laufzeit: 123 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Paramount Pictures Germany
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| (c) Paramount Pictures Germany |
Inhalt:
Das Raumschiff Enterprise wird wieder startklar gemacht und so geht die
Crew um Captain Kirk (Chris Pine) auf eine neue, interstellare Mission.
Doch noch während sie unterwegs im All sind, werden sie vom feindseligen
Außerirdischen Krall (Idris Elba) und seinen Schergen angegriffen, was
in einer Katastrophe mündet: Die Enterprise wird vollständig vernichtet
und die einzelnen Besatzungsmitglieder müssen notgedrungen Zuflucht auf
dem fremden Planeten Altamid suchen. Weit voneinander getrennt, müssen
sie versuchen, sich auf unbekanntem Terrain durchzuschlagen. Der
neuerdings ziemlich in sich selbst gekehrte Kirk findet sich mit dem
jugendlichen Optimisten Chekov (Anton Yelchin) wieder, während Uhura
(Zoe Saldana) und Sulu (John Cho) von Krall gefangen genommen werden.
Spock (Zachary Quinto) und „Pille“ McCoy (Karl Urban) sind sich derweil
nicht besonders grün und unterdessen freundet sich Scotty (Simon Pegg)
mit der Alien-Kriegerin Jaylah (Sofia Boutella) an, die zu einer starken
Gefährtin wird. Ob die Crew der Enterprise wieder zusammenfinden und
Krall eins auswischen wird?
Bewertung:
„Star Trek Beyond“ markiert nicht nur einen dezenten Kurswechsel,
sondern auch einen Einschnitt in Form eines doppelten Abschieds: Der
2015 verstorbene legendäre Spock-Darsteller Leonard Nimoy und der
diesmal mit mehr Leinwandzeit versehene Neu-Chekov Anton Yelchin, der im
Juni 2016 nach Ende der Dreharbeiten im Alter von nur 27 Jahren bei
einem tragischen Unfall ums Leben kam, bekommen beide im Abspann eine
angemessene Widmung. Doch die Trauer bestimmt den Film wenig und auch
das im Vorfeld heiß diskutierte Outing des Mr. Sulu ist nur ein
Randaspekt. Der Steuermann hat in „Star Trek Beyond“ einen Ehemann und eine junge Tochter, das alles inszeniert Justin
Lin mit betont beiläufiger Gelassenheit. Wer nicht genau hinsieht,
bekommt dieses bewusste Statement der Reboot-Crew für Akzeptanz von
gleichgeschlechtlichen Partnerschaften kaum mit.
Der Film hat 150 Millionen Dollar gekostet und wie es sich für einen Sommer-Blockbuster gehört, zeigt Action-Spezialist Justin Lin gleich mal, wo das Geld geblieben ist: Er drückt mit einer krachenden, hyperaktiven Weltraumschlacht zu Beginn kräftig aufs Gas. Doch im Mittelteil gibt es auch einige herzhafte Faustkämpfe und bodenständige Raufereien im Retro-Jim-Kirk-Stil. Die Struktur der Sets auf dem steinigen Planeten Altamid erinnert dann ein wenig an die seligen Zeiten der Original-TV-Serie. Dort könnten auch gleich die jungen William Shatner, Leonard Nimoy und DeForrest Kelley um die Ecke kommen – mit ein bisschen mehr Budget im Nacken. Allerdings kommt es bei dieser ausgedehnten Hommage auch zu kleinen Längen, bevor das ganz große Spektakel in der Raumstation Yorktown beginnt und sich auch die Effektspezialisten noch einmal nachhaltig auszeichnen können.
Während J.J. Abrams nie einen Hehl daraus gemacht hat, kein Trekkie gewesen zu sein, was ihm gern unter die Nase gerieben wurde, belebt nun der ausgewiesene „Star Trek“-Nerd Simon Pegg als Drehbuchautor das Miteinander der Figuren – deren Kabbeleien sind oft wichtiger als die überschaubare Handlung. Hier entspricht der Tonfall so wie noch nie im Reboot der Enterprise-Tradition, Roddenberrys Utopie des intergalaktischen Miteinanders und Friedens ist wieder präsenter als zuvor. Dazu zeigt sich die gesamte Crew in prächtiger Spiellaune. Kirk und Spock werfen sich Wortgirlanden an den Kopf, „Pille“ neckt sich mit Spock, der über seine Liebe zu Uhura philosophiert, und Maskottchen Scotty sorgt für eine Extraprise Menschlichkeit und Humor. Witz und Emotionen bekommen in „Star Trek Beyond“ insgesamt mehr Raum als in den beiden Vorgängerfilmen – so wird auch die etwas chaotische Handlungsführung launig übertüncht.
Zum Finale drehen Justin Lin und Co. nochmal richtig auf, der Showdown ist großes Kino für Augen und Ohren: Die vom Kultsong „Sabotage“ der Beastie Boys begleitete letzte Raumschlacht bietet spektakuläre Blockbuster-Unterhaltung. Das ist nicht der einzige originelle Musikeinsatz und nur einer von mehreren Action-Höhepunkten im sehr starken letzten Drittel des Films. Der finstere Bösewicht als Figur kann da nicht ganz mithalten, dafür ist dieser Krall mit seinem spät gelüfteten Geheimnis zu gewöhnlich. Aber immerhin hat er dank des hinter einer dicken Maske verborgenen „The Wire“-Stars Idris Elba eine beeindruckende Statur und starke Präsenz.
Fazit:
Der Film hat 150 Millionen Dollar gekostet und wie es sich für einen Sommer-Blockbuster gehört, zeigt Action-Spezialist Justin Lin gleich mal, wo das Geld geblieben ist: Er drückt mit einer krachenden, hyperaktiven Weltraumschlacht zu Beginn kräftig aufs Gas. Doch im Mittelteil gibt es auch einige herzhafte Faustkämpfe und bodenständige Raufereien im Retro-Jim-Kirk-Stil. Die Struktur der Sets auf dem steinigen Planeten Altamid erinnert dann ein wenig an die seligen Zeiten der Original-TV-Serie. Dort könnten auch gleich die jungen William Shatner, Leonard Nimoy und DeForrest Kelley um die Ecke kommen – mit ein bisschen mehr Budget im Nacken. Allerdings kommt es bei dieser ausgedehnten Hommage auch zu kleinen Längen, bevor das ganz große Spektakel in der Raumstation Yorktown beginnt und sich auch die Effektspezialisten noch einmal nachhaltig auszeichnen können.
Während J.J. Abrams nie einen Hehl daraus gemacht hat, kein Trekkie gewesen zu sein, was ihm gern unter die Nase gerieben wurde, belebt nun der ausgewiesene „Star Trek“-Nerd Simon Pegg als Drehbuchautor das Miteinander der Figuren – deren Kabbeleien sind oft wichtiger als die überschaubare Handlung. Hier entspricht der Tonfall so wie noch nie im Reboot der Enterprise-Tradition, Roddenberrys Utopie des intergalaktischen Miteinanders und Friedens ist wieder präsenter als zuvor. Dazu zeigt sich die gesamte Crew in prächtiger Spiellaune. Kirk und Spock werfen sich Wortgirlanden an den Kopf, „Pille“ neckt sich mit Spock, der über seine Liebe zu Uhura philosophiert, und Maskottchen Scotty sorgt für eine Extraprise Menschlichkeit und Humor. Witz und Emotionen bekommen in „Star Trek Beyond“ insgesamt mehr Raum als in den beiden Vorgängerfilmen – so wird auch die etwas chaotische Handlungsführung launig übertüncht.
Zum Finale drehen Justin Lin und Co. nochmal richtig auf, der Showdown ist großes Kino für Augen und Ohren: Die vom Kultsong „Sabotage“ der Beastie Boys begleitete letzte Raumschlacht bietet spektakuläre Blockbuster-Unterhaltung. Das ist nicht der einzige originelle Musikeinsatz und nur einer von mehreren Action-Höhepunkten im sehr starken letzten Drittel des Films. Der finstere Bösewicht als Figur kann da nicht ganz mithalten, dafür ist dieser Krall mit seinem spät gelüfteten Geheimnis zu gewöhnlich. Aber immerhin hat er dank des hinter einer dicken Maske verborgenen „The Wire“-Stars Idris Elba eine beeindruckende Statur und starke Präsenz.
Fazit:
Justin Lin hat die Herausforderung des „Star
Trek“-Erbes von J.J. Abrams angenommen und mit „Star Trek Beyond“ einige
eigene Akzente gesetzt – zum gewohnt großkalibrigen und staunenswerten
Action-Bombast gesellen sich ein Hauch Nostalgie und etwas mehr launiger
Humor. Dennoch bleibt der traurige Beigeschmack über den Verlust von Nimoy und Yelchin - und beide ein letzte mal auf der grossen Leinwand gesehen zu haben. Der Film bekommt melacholische 8 von 10 Punkte.
Ausblick:
Star Trek 4 wurde bereits angekündigt, auch mit der Rückkehr von Chris Hemsworth (bekannt als Thor aus dem Marvelfilmen), welcher bereits als Georg Kirk auftrat.

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