Facts:
Genre: Action
Regie: Christopher McQuarrie
Genre: Action
Regie: Christopher McQuarrie
Cast: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg
Laufzeit: 132 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Paramount Picture Germany
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Paramount Picture Germany
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| (c) Paramount Picture Germany |
Inhalt:
Nachdem das Pentagon die Impossible Missions Force aufgelöst hat, ist
Ethan Hunt (Tom Cruise) auf sich allein gestellt. Doch gerade jetzt hat
der ehemalige IMF-Agent die Spur der geheimnisvollen und
hochgefährlichen Organisation „Syndikat“ aufgenommen, die sich schon
bald als sein mächtigster Gegner erweist. Aus dem Untergrund heraus
operiert das „Syndikat“ mit bestens ausgebildeten Spezialagenten und
diese scheinen Hunt immer einen Schritt voraus zu sein – und ihre
Mission ist teuflisch: Sie wollen durch gezielte Anschläge eine neue
Weltordnung schaffen und alle ehemaligen Mitglieder der IMF auslöschen,
um ihre Pläne ungestört verwirklichen zu können. In offizieller Mission
der Regierung oder nicht, Ethan Hunt kann nicht zusehen, wie der Terror
immer weiter um sich greift, und reaktiviert sein einzigartiges Team:
Techniker Benji Dunn (Simon Pegg), Computer-Hacker Luther Stickell (Ving
Rhames) und Agent William Brandt (Jeremy Renner). Unerwartete Hilfe
bekommt das Quartett von der geheimnisvollen Agentin Ilsa Faust (Rebecca
Ferguson) – doch auf welcher Seite steht sie wirklich?
Bewertung:
Die bereits fünfte Mission: Impossible beginnt gleich mit einem
Paukenschlag: Tom Cruise hängt außen an der Tür eines Airbus A400,
während das Flugzeug abhebt! Ein beeindruckender Stunt, den der
inzwischen 52-jährige Superstar wie gewohnt persönlich absolvierte. Er
zeigt erneut vollen Einsatz und macht keine Kompromisse,
damit lässt er auch die abgefahrenste Action-Szene noch echt und
gefährlich wirken: So wird das Ganze erst richtig aufregend. In seinem
Element ist Cruise besonders bei einer zunehmend rasanten Auto- und
Motorrad-Hatz über die Treppen von Casablanca und dann die staubigen
Straßen des Umlands, dazu präsentiert er sich erneut als Dauerläufer und
als versierter Nahkämpfer. Aber er gerät immer öfter an seine Grenzen,
insbesondere bei einem waghalsigen Tauchstunt in einem Kraftwerk (eine
weitere hochspannende Bravoursequenz). Überdies ist er als Agent ohne
Nation und ohne Ressourcen alleine überfordert, und so wird „Rogue
Nation“ auch ein Film über Teamgeist und Freundschaft: Simon Pegg
(„Shaun Of The Dead“) als immer ein wenig ängstlicher Benji, der sich
für den bewunderten Ethan monatelang mit dem CIA-Lügendetektor
rumschlägt, sorgt wieder für den Humor, Ving Rhames („Pulp Fiction“) als
etwas eingerosteter Luther ist die Verkörperung der Loyalität, während
Jeremy Renner („The Avengers 2“) als Brandt skeptisch sein darf und doch
immer auf der richtigen Seite steht.
Viele Actionblockbuster haben ihren Schwachpunkt beim Schurken, das galt auch für Brad Birds vierten „Mission: Impossible“-Film. Demgegenüber ist „Rogue Nation“ ein klarer Fortschritt, denn mit Sean Harris‘ („Prometheus“) Solomon Lane steht Ethan Hunt ein charismatischer Psychopath gegenüber, der dem Superagenten strategisch ebenbürtig ist. Er hat mit seiner brüchigen Stimme und den ausdruckslosen Augen nicht die einschüchternde Präsenz, die Philip Seymour Hoffman im dritten Film der Reihe zeigte, aber dafür strahlt Harris eine ungreifbare Bedrohlichkeit aus, die zu den ebenso vagen wie fatalen Welteroberungszielen seiner Organisation passt. Die faszinierendste Figur ist aber dennoch Ilsa Faust. Der Vorname ist eine von mehreren kleinen Verbeugungen vor dem Klassiker „Casablanca“, einer weiteren Erzählung über Treue und Verrat, aber Rebecca Ferguson („The White Queen“) macht die undurchsichtige Frau zwischen den Fronten zur absolut eigenständigen Figur, die sich nicht nur im Zweikampf den Männern gewachsen zeigt, sondern auch im Intrigenspiel – ohne sie wäre Ethan Hunt verloren.
Viele Actionblockbuster haben ihren Schwachpunkt beim Schurken, das galt auch für Brad Birds vierten „Mission: Impossible“-Film. Demgegenüber ist „Rogue Nation“ ein klarer Fortschritt, denn mit Sean Harris‘ („Prometheus“) Solomon Lane steht Ethan Hunt ein charismatischer Psychopath gegenüber, der dem Superagenten strategisch ebenbürtig ist. Er hat mit seiner brüchigen Stimme und den ausdruckslosen Augen nicht die einschüchternde Präsenz, die Philip Seymour Hoffman im dritten Film der Reihe zeigte, aber dafür strahlt Harris eine ungreifbare Bedrohlichkeit aus, die zu den ebenso vagen wie fatalen Welteroberungszielen seiner Organisation passt. Die faszinierendste Figur ist aber dennoch Ilsa Faust. Der Vorname ist eine von mehreren kleinen Verbeugungen vor dem Klassiker „Casablanca“, einer weiteren Erzählung über Treue und Verrat, aber Rebecca Ferguson („The White Queen“) macht die undurchsichtige Frau zwischen den Fronten zur absolut eigenständigen Figur, die sich nicht nur im Zweikampf den Männern gewachsen zeigt, sondern auch im Intrigenspiel – ohne sie wäre Ethan Hunt verloren.
Die
schnörkellose Kameraarbeit von Robert Elswit, die abwechslungsreiche Musik von Joe Kraemer, welcher auch Klänge von Mozart, Beethoven und Puccini clever integriert,
sowie die geschickt verwendeten internationalen Schauplätze – all das
hat Spitzenniveau. Das Prunkstück des Films ist das ausgedehnte
Katz-und-Maus-Spiel in der prächtigen Wiener Staatsoper. Hier hat es
Ethan Hunt gleich mit zwei Attentätern und mit Ilsa Faust zu tun.
Während „Turandot“ mit der berühmten Arie „Nessun Dorma“ auf den
Höhepunkt zusteuert, spitzen sich die Dinge hinter den Kulissen zu und
eine Querflöte wird zum Mordinstrument. Die umsichtig orchestrierte
Sequenz erinnert an Hitchcocks legendäres Spannungscrescendo in „Der Mann, der zuviel wusste“
und wird zusätzlich noch mit ein wenig „Mission:
Impossible“-Verwirrspiel veredelt. Die Maskeraden wiederum erreichen in
einer irren Konfrontation zwischen Geheimdienstlern und dem britischen
Regierungschef (Tom Hollander mit einem amüsanten Porträt) einen
Höhepunkt, der am meisten Spaß macht, wenn man ihn selbst entdeckt. Hier
bekommt Alec Baldwin („The Departed“) die Gelegenheit zu einem
denkwürdigen Ausbruch und Politik wird endgültig zur Farce. Aber anders
als bei Jason Bourne und bei James Bond nach dem Reboot verweist das
hier nicht auf die außerfilmische Realität: Ethan Hunt ist in seinem
ganz eigenen Universum unterwegs.
Fazit:
Fazit:
Die „Mission:
Impossible“-Reihe und ihr Hauptdarsteller Tom Cruise zeigen auch nach
fast 20 Jahren keine Ermüdungserscheinungen: „Rogue Nation“ ist nahezu
perfekte Blockbuster-Unterhaltung. Aber gerade die Mischung des Teams mit Renner und Pegg macht MI:RN erneut zu einem der besten Filmen der MI Reihe. Daher vergeben wir actionreiche 8,5 von 10 Punkte. (mk)

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