Facts:
Genre: Action, Sci-Fi
Regie: Peyton Reed
Genre: Action, Sci-Fi
Regie: Peyton Reed
Cast: Paul Rudd, Evangeline Lilly, Corey Stoll
Laufzeit:
117 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Walt Disney Germany
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Walt Disney Germany
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| (c) Walt Disney Germany |
Inhalt:
Meisterdieb Scott Lang (Paul Rudd) saß im Gefängnis, nachdem er seinen
Arbeitgeber um ein Vermögen erleichtert hatte. Wieder auf freiem Fuß
besucht er seine Tochter Cassie (Abby Ryder Fortson). Doch damit Lang
sie öfter sehen darf, stellt seine Ex-Frau Maggie (Judy Greer) eine
Bedingung: Der ehemalige Häftling soll sich einen Job suchen und mit dem
Gehalt die ausstehenden Unterhaltszahlungen leisten. Als Lang merkt,
dass es mit ehrlicher Arbeit mehr als ein Jahr dauern würde, bis er
Cassie wiedersehen könnte, entscheidet er sich, auf das Angebot seines
ehemaligen Zellengenossen Luis (Michael Peña) einzugehen und ihm bei
einem Einbruch ins Haus des Biochemikers Dr. Hank Pym (Michael Douglas)
zu helfen. Der Beklaute ist beeindruckt von Langs Fähigkeiten und statt
ihn verhaften zu lassen, weiht er den Dieb in das Geheimnis des von ihm
erfundenen Ant-Man-Anzugs ein, dessen Träger auf Ameisengröße schrumpfen
und gleichzeitig an Stärke gewinnen kann – eine mächtige Technik, die
auch Begehrlichkeiten bei zwielichtigen Personen wie Darren Cross (Corey
Stoll) weckt. Er ist der Ex-Assistent des Anzugschöpfers und will die
Schrumpftechnik für sinistre Zwecke missbrauchen. Pym, Lang und Pyms
Tochter Hope Van Dyne (Evangeline Lilly) versuchen, die Erfindung vor
Cross zu schützen…
Bewertung:
Während der durchschnittliche Kinogänger von der ganzen Kontroverse
wahrscheinlich gar nichts mitbekommen hat, war „Ant-Man“ für viele
Hardcore-Fans nach dem überraschenden Ausstieg von Nerd-Liebling Edgar Wright
nur wenige Wochen vor Drehstart quasi gestorben. Aber entweder haben alle Ersatzregisseur Peyton Reed höllisch
unterschätzt – oder Marvel-Chef Kevin Feige hatte Recht, als er
ankündigte, dass „Ant-Man“ trotz des Ausstiegs ein Edgar-Wright-Film werden würde: Immerhin ist der Brite besonders für seine ebenso eigenwilligen wie abgefahrenen Actionszenen in Filmen wie „Hot Fuzz“, „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ oder „The World’s End“
bekannt – und denen steht „Ant-Man“ nun in nichts nach! Schon der erste
Einsatz des Superhelden im Mini-Format ist visuell brillant: Nach der
Flucht aus der Badewanne geht’s vorbei an einer Riesenratte zum Rodeo
auf einem Schallplattenspieler - von den etlichen gewitzten Details in
Bezug auf die von Ant-Man gesteuerten Ameisen (Stichwort: Zuckerwürfel)
ganz zu schweigen. Zudem wagen die Macher noch einen überraschenden
Schritt, der wunderbar den speziellen Look des Films ergänzt: „Ant-Man“
wurde passend zum Miniaturhelden im 1.85:1-Format gedreht und nicht wie
die allermeisten Blockbuster heutzutage in Scope: Damit ist er neben „The Avengers“ der „schmalste“ aller Marvel-Filme.
Während das ursprüngliche Drehbuch von Edgar Wright und Joe Cornish („Attack The Block“) nach dem Regiewechsel strukturell weitgehend intakt blieb, war es die Aufgabe von Adam McKay („Anchorman“) und Hauptdarsteller Paul Rudd („Immer Ärger mit 40“), bei ihrer Überarbeitung für mehr Humor zu sorgen – und auch das ist gelungen: Während die erste halbe Stunde noch arg expositionslastig ausfällt und es ein wenig dauert, bis der Film voll in Fahrt kommt, punkten die anschließenden Szenen des Trios Paul Rudd, Michael Douglas und Evangeline Lilly (als Hanks Tochter Hope van Dyne) allesamt mit einem extrem trockenen, zugleich aber auch sehr warmherzigen Humor. Apropos warmherzig: Nach einem Superreichen (Iron Man), einem Superpatrioten (Captain America) und einem Gott (Thor) ist Scott Lang, dem es eigentlich nur darum geht, endlich seine kleine Tochter wiedersehen zu dürfen, der bisher „menschlichste“ aller Marvel-Leinwandhelden – und auch deshalb fiebert man im Finale so sehr mit, selbst wenn dabei „nur“ die Einrichtung eines Kinderzimmers zu Bruch geht. Bei zumindest einem speziellen Marvel-Problem kann aber selbst „Ant-Man“ trotz des vielen frischen Winds nicht helfen: Loki bleibt der einzige wirklich begeisternde Bösewicht in den Marvel-Kinofilmen – denn Corey Stoll („Midnight In Paris“) als Yellowjacket ist trotz seines laserstrahlenschießenden Miniaturanzugs gleich nach dem Abspann schon wieder vergessen.
Fazit:
Während das ursprüngliche Drehbuch von Edgar Wright und Joe Cornish („Attack The Block“) nach dem Regiewechsel strukturell weitgehend intakt blieb, war es die Aufgabe von Adam McKay („Anchorman“) und Hauptdarsteller Paul Rudd („Immer Ärger mit 40“), bei ihrer Überarbeitung für mehr Humor zu sorgen – und auch das ist gelungen: Während die erste halbe Stunde noch arg expositionslastig ausfällt und es ein wenig dauert, bis der Film voll in Fahrt kommt, punkten die anschließenden Szenen des Trios Paul Rudd, Michael Douglas und Evangeline Lilly (als Hanks Tochter Hope van Dyne) allesamt mit einem extrem trockenen, zugleich aber auch sehr warmherzigen Humor. Apropos warmherzig: Nach einem Superreichen (Iron Man), einem Superpatrioten (Captain America) und einem Gott (Thor) ist Scott Lang, dem es eigentlich nur darum geht, endlich seine kleine Tochter wiedersehen zu dürfen, der bisher „menschlichste“ aller Marvel-Leinwandhelden – und auch deshalb fiebert man im Finale so sehr mit, selbst wenn dabei „nur“ die Einrichtung eines Kinderzimmers zu Bruch geht. Bei zumindest einem speziellen Marvel-Problem kann aber selbst „Ant-Man“ trotz des vielen frischen Winds nicht helfen: Loki bleibt der einzige wirklich begeisternde Bösewicht in den Marvel-Kinofilmen – denn Corey Stoll („Midnight In Paris“) als Yellowjacket ist trotz seines laserstrahlenschießenden Miniaturanzugs gleich nach dem Abspann schon wieder vergessen.
Fazit:
„Ant-Man“
ist zwar nicht der größte, aber dafür der am kreativsten inszenierte
aller bisherigen Marvel-Filme.
Wir fühlten uns sehr gut unterhalten und vergeben dafür 8 von 10 superheldenhafte Punkte. (mk)


