Facts:
Genre: Action, Sci-Fi
Regie: Alan Taylor
Genre: Action, Sci-Fi
Regie: Alan Taylor
Cast: Arnold Schwarzenegger, Jason Clarke, Emilia Clarke
Laufzeit:
126 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Paramount Pictures Germany
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Paramount Pictures Germany
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| (c) Paramount Pictures Germany |
Inhalt:
Im Jahr 2029 kämpft der Rebellenanführer John Connor (Jason Clarke)
gegen die Übermacht des Skynet-Maschinenimperiums. Er schickt seinen
loyalen Freund Kyle Reese (Jai Courtney) zurück ins Jahr 1983, um seine
Mutter Sarah Conner (Emilia Clarke) vor einem Killer-Roboter zu
beschützen und so die Zukunft der Menschheit sicherzustellen. Doch als
Kyle Reese im Los Angeles der 1980er ankommt, muss er feststellen, dass
die erwartete Vergangenheit nicht mehr existiert. Sarahs Eltern wurden
von einem durch die Zeit gereisten Terminator ermordet, ein Android des
Modells T-800 (Arnold Schwarzenegger) hatte das 9-jährige Mädchen danach
beschützt und großgezogen. Kyle erklärt Sarah, was in der Zukunft
geschehen wird, doch sie wehrt sich entschieden gegen die Vorstellung,
dass ihre Geschichte schon vorherbestimmt ist – und nimmt den Kampf mit
Gegnern wie dem T-1000 (Byung-hun Lee) auf…
Bewertung:
Zumindest wer den Original-„Terminator“ und dessen Fortsetzung „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“
kürzlich noch mal gesehen oder sie sowieso sehr gut im Kopf hat, dürfte
mit der ersten Dreiviertelstunde von „Terminator: Genisys“ durchaus
seinen Spaß haben: Diese strotzt nämlich nicht nur vor Anspielungen auf
die Vorgänger (etwa mit Lee Byung-hun als T-1000 in den flüssigen
Fußstapfen von Robert Patrick), einige Szenen wurden sogar direkt aus
den Klassikern übernommen (so der erschrocken dreinschauende
Müllwagenfahrer bei der Ankunft des T-800). Dank der alternativen
Zeitlinien gibt es diesmal zudem einen tricktechnisch erstaunlich gut
(und um Welten besser als bei Schwarzeneggers CGI-Cameo in „Die
Erlösung“) gelungenen Kampf zwischen einem jungen und einem alten Arnie
zu bestaunen. Zwar kommt Regisseur Alan Taylor dabei nie an die Klasse
der ersten beiden Teile heran - aber bis hierher ist „Genisys“ zumindest
eine würdige und kurzweilige Verbeugung vor der Meisterschaft eines
James Cameron.
Nach einem weiteren Zeitsprung ist es dann für „Genisys“ Zeit, auf eigenen Beinen zu stehen – aber dies gelingt nicht, denn Regisseur Taylor ist viel zu sehr damit beschäftigt, seine Figuren den nicht besonders spannenden Plot erklären zu lassen. Wo es vor 30 Jahren zwischen Linda Hamilton als Sarah Connor und Michael Biehn als Kyle Reese auf der Leinwand noch mächtig knisterte, sprüht zwischen Emilia Clarke („Game Of Thrones“) und Jai Courtney („Stirb langsam 5“) nun nicht einmal das kleinste Fünkchen – und in den Momenten, in denen es dabei richtig dramatisch werden müsste, gibt es stattdessen nur unfreiwillige Komik (etwa bei der Offenbarung der Familienverhältnisse). Zudem mag Clarke Lederjacke und Schrotflinte tragen, trotzdem wirkt sie im Zusammenspiel mit Schwarzenegger und Courtney bis zum Schluss wie ein hilfloses Mädchen – da kann sie sich noch eine ganze Menge von wahren Action-Amazonen wie Hamilton in „Terminator 2“ oder Charlize Theron in „Mad Max: Fury Road“ abschauen. Die Actionszenen selbst sind allesamt solide inszeniert, aber es gibt auch keine einzige, die aus diesem Blockbuster-Sommer in irgendeiner Form herausragen würde - und das, obwohl direkt in der ersten Szene ganz San Francisco dem Erdboden gleichgemacht wird.
Jason Clarke („Planet der Affen: Revolution“) hat als John Connor zumindest einen vielversprechenden Twist auf seiner Seite – aber zum einen wurde der gegen den Willen des Regisseurs bereits in den Trailern verraten und zum anderen werden die ethischen und technologischen Implikationen nicht weiter vertieft (die Kritik an Konzernen wie Apple wirkt zumindest kein Stück durchdacht, sondern setzt allein auf eine allgemeine Technik-Panik). So bleibt am Ende nur noch Schwarzenegger, um die Show zu retten – und das gelingt ihm über weite Strecken sogar recht gut: Neben dem Robotergrinsen-Running-Gag nimmt der inzwischen 67-jährige Muskelprotz auch sein eigenes Alter mit der gebotenen Selbstironie auf die Schippe – und seine bewusst emotionslosen Oneliner (er ist und bleibt halt eine Maschine) sitzen heute fast genauso sicher wie vor drei Dekaden. Das einzige Problem: Obwohl er als Star des Films als einziger Darsteller vor dem Titel genannt wird, spielt Schwarzenegger an der Seite der eigentlichen Protagonisten Sarah und Kyle tatsächlich nur eine größere Nebenrolle. Sollte es also wie geplant noch zwei weitere „Terminator“-Filme geben, bleibt unsere Forderung dieselbe wie nach „Die Erlösung“: Wir wollen mehr Arnie sehen!
Fazit:
Nach einem weiteren Zeitsprung ist es dann für „Genisys“ Zeit, auf eigenen Beinen zu stehen – aber dies gelingt nicht, denn Regisseur Taylor ist viel zu sehr damit beschäftigt, seine Figuren den nicht besonders spannenden Plot erklären zu lassen. Wo es vor 30 Jahren zwischen Linda Hamilton als Sarah Connor und Michael Biehn als Kyle Reese auf der Leinwand noch mächtig knisterte, sprüht zwischen Emilia Clarke („Game Of Thrones“) und Jai Courtney („Stirb langsam 5“) nun nicht einmal das kleinste Fünkchen – und in den Momenten, in denen es dabei richtig dramatisch werden müsste, gibt es stattdessen nur unfreiwillige Komik (etwa bei der Offenbarung der Familienverhältnisse). Zudem mag Clarke Lederjacke und Schrotflinte tragen, trotzdem wirkt sie im Zusammenspiel mit Schwarzenegger und Courtney bis zum Schluss wie ein hilfloses Mädchen – da kann sie sich noch eine ganze Menge von wahren Action-Amazonen wie Hamilton in „Terminator 2“ oder Charlize Theron in „Mad Max: Fury Road“ abschauen. Die Actionszenen selbst sind allesamt solide inszeniert, aber es gibt auch keine einzige, die aus diesem Blockbuster-Sommer in irgendeiner Form herausragen würde - und das, obwohl direkt in der ersten Szene ganz San Francisco dem Erdboden gleichgemacht wird.
Jason Clarke („Planet der Affen: Revolution“) hat als John Connor zumindest einen vielversprechenden Twist auf seiner Seite – aber zum einen wurde der gegen den Willen des Regisseurs bereits in den Trailern verraten und zum anderen werden die ethischen und technologischen Implikationen nicht weiter vertieft (die Kritik an Konzernen wie Apple wirkt zumindest kein Stück durchdacht, sondern setzt allein auf eine allgemeine Technik-Panik). So bleibt am Ende nur noch Schwarzenegger, um die Show zu retten – und das gelingt ihm über weite Strecken sogar recht gut: Neben dem Robotergrinsen-Running-Gag nimmt der inzwischen 67-jährige Muskelprotz auch sein eigenes Alter mit der gebotenen Selbstironie auf die Schippe – und seine bewusst emotionslosen Oneliner (er ist und bleibt halt eine Maschine) sitzen heute fast genauso sicher wie vor drei Dekaden. Das einzige Problem: Obwohl er als Star des Films als einziger Darsteller vor dem Titel genannt wird, spielt Schwarzenegger an der Seite der eigentlichen Protagonisten Sarah und Kyle tatsächlich nur eine größere Nebenrolle. Sollte es also wie geplant noch zwei weitere „Terminator“-Filme geben, bleibt unsere Forderung dieselbe wie nach „Die Erlösung“: Wir wollen mehr Arnie sehen!
Fazit:
Im Ansatz ein gut gemeinter Terminator Film, der zum Ende leider an Zugkraft verliert, da sich Regisseur Alan Taylor zu sehr vom Original Thema entfernt. Christian Bale wäre unserer Meinung nach einer Fortsetzung würdiger gewesen. 7 von 10 Punkte. (mk)

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