Facts:
Genre: Sci-Fi, Action
Regie: Robert Schwentke
Genre: Sci-Fi, Action
Regie: Robert Schwentke
Cast: Shailene Woodley, Theo James, Octavia Spencer
Laufzeit:
119 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Concorde Filmverleih GmbH
FSK: ab 12 Jahre
Verleih: Concorde Filmverleih GmbH
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| (c) Concorde Filmverleih GmbH |
Inhalt:
In einer nahen Zukunft ist die Stadt Chicago von der Außenwelt
abgeschnitten und die Menschen sind entsprechend ihrer Fähigkeiten in
fünf Gruppen eingeteilt: Ferox (die Furchtlosen), Altruan (die
Selbstlosen), Candor (die Freimütigen), Ken (die Gelehrten) und Amite
(die Friedfertigen). Nach ihrem Konflikt mit der skrupellosen
Ken-Anführerin Jeanine Matthews (Kate Winslet) und ihrer Flucht steht
die Unbestimmte Beatrice Prior (Shailene Woodley) mehr denn je zwischen
den Fronten. Sie gehört nicht eindeutig einer der Fraktionen an und wird
daher genauso wie ihr ehemaliger Trainingsleiter Four (Theo James), der
sie begleitet, als Gefahr betrachtet. Aber genau diese Vielseitigkeit
der Unbestimmten braucht Jeanine nun, denn nur sie können eine
rätselhafte Box öffnen, in der die skrupellose Chefin der Gelehrten eine
wichtige Geheimbotschaft vermutet. Die Ken verstärken ihre
Anstrengungen, Tris und ihresgleichen zu finden.
Bewertung:
Im inoffiziellen Duell der beiden zumindest in den USA erfolgreichsten Dystopien-für-Teenager-Franchises „The Hunger Games“ und „Divergent“ hatten die Tribute von Panem (der abschließende vierte Film „Mockingjay Teil 2“
kommt im November 2015) bisher nicht nur zeitlich die Nase vorn.
Verkaufszahlen, Einspielergebnisse und Kritikerecho sprachen ebenfalls
bisher für Katniss Everdeen alias Jennifer Lawrence und ihre Rebellion.
Das dürfte sich auch mit „Die Bestimmung – Insurgent“ nicht wesentlich
ändern, mit dem Shailene Woodleys Tris Prior nun in die zweite Runde
geht. Obwohl sichtbar versucht wurde, dem neuen Film gegenüber dem
Reihenauftakt „Die Bestimmung – Divergent“
frische Impulse zu geben, kommt das SciFi-Action-Drama von Robert
Schwentke („R.E.D.“, „Flightplan“), der Neil Burger („Ohne Limit“) auf
dem Regiestuhl ersetzte, trotz einer ebenso engagierten wie
charismatischen Hauptdarstellerin nicht über das Mittelmaß hinaus.
Der ganze Film ist sehr stark auf Tris und ihre Sicht zugeschnitten (was
der Ich-Perspektive des Romans entspricht) und ruht damit fast
vollständig auf Shailene Woodleys Schultern. Auch sie kann den knappen
Szenen mit Four (auch Theo James‘ Rolle ist unterbelichtet) indes keine
emotionale Nachhaltigkeit verleihen, die große Liebesgeschichte wurde
wie so vieles offenbar für das doppelte Finale in „Die Bestimmung – Allegiant“
aufgespart. Dennoch
ist es hauptsächlich Woodley zu verdanken, dass „Insurgent“ auch für
Zuschauer, die weder „Divergent“ gesehen noch die Bücher gelesen haben
und für die dieser Film trotz vieler erklärender Szenen nur schwer
verständlich sein dürfte, nicht in Langeweile versinkt. Es ist ein
echtes Vergnügen zu sehen, wie die Jungschauspielerin selbst in allzu
offensichtlichen Szenen (etwa wenn der Neuanfang durch einen selbst
verpassten Kurzhaarschnitt, der zudem nach angesagter 200-Dollar-Frisur
aussieht, äußeren Ausdruck finden soll) noch einen Kern von
Glaubwürdigkeit herausarbeitet.
Woodley gelingt es in einer aufreibenden Sequenz, in der sie unter dem Einfluss eines Wahrheitsserums gesteht, ihren Freund Will getötet zu haben (was im ersten Film arg beiläufig abgehandelt wurde), durch ihre Intensität sogar fast, erzählerische Defizite im Alleingang auszugleichen. Regisseur Schwentke weiß, was er an ihr hat und so werden die abschließenden Prüfungen, wenn Tris in lebensgefährlichen Simulationen ihre Vielseitigkeit beweisen muss, zu kleinen Höhepunkten, auch wenn die fast messianische Überhöhung der Figur am Ende aus den Resten eines Teenager-Dramas auf nicht gerade überzeugende Art einen Superhelden-Film macht. Als Tris buchstäblich mit sich selbst kämpft, wirkt das Effekt-Brimborium drumherum zwar etwas übertrieben, aber wenn Woodley an einem brennenden Haus hängend über die Ruinen des zerstörten Chicago fliegt, dann lohnt sich der 3D-Blockbuster-Aufwand alleine für diese Szene. Überhaupt werden die Story-Defizite - bei genauerer Betrachtung erweist sich auch die Boxen-Prämisse als äußerst wackelig – zumindest teilweise durch die meist überzeugenden Effekte und das abwechslungsreiche Produktionsdesign ausgeglichen.
Fazit:
Woodley gelingt es in einer aufreibenden Sequenz, in der sie unter dem Einfluss eines Wahrheitsserums gesteht, ihren Freund Will getötet zu haben (was im ersten Film arg beiläufig abgehandelt wurde), durch ihre Intensität sogar fast, erzählerische Defizite im Alleingang auszugleichen. Regisseur Schwentke weiß, was er an ihr hat und so werden die abschließenden Prüfungen, wenn Tris in lebensgefährlichen Simulationen ihre Vielseitigkeit beweisen muss, zu kleinen Höhepunkten, auch wenn die fast messianische Überhöhung der Figur am Ende aus den Resten eines Teenager-Dramas auf nicht gerade überzeugende Art einen Superhelden-Film macht. Als Tris buchstäblich mit sich selbst kämpft, wirkt das Effekt-Brimborium drumherum zwar etwas übertrieben, aber wenn Woodley an einem brennenden Haus hängend über die Ruinen des zerstörten Chicago fliegt, dann lohnt sich der 3D-Blockbuster-Aufwand alleine für diese Szene. Überhaupt werden die Story-Defizite - bei genauerer Betrachtung erweist sich auch die Boxen-Prämisse als äußerst wackelig – zumindest teilweise durch die meist überzeugenden Effekte und das abwechslungsreiche Produktionsdesign ausgeglichen.
Fazit:
Die überzeugende Hauptdarstellerin und einige beeindruckende Schauwerte stehen einer unausgegorenen Geschichte gegenüber. Daher gibts nicht mehr als 6 von 10 Punkte. (mk)

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