Freitag, 19. Dezember 2014

Nachts im Museum 3: Das geheimnisvolle Grabmal



Facts:

Genre: Fantasy
Regie: Shawn Levy
Cast: Ben Stiller, Robin Williams, Owen Wilson
Laufzeit: 97 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
Verleih: Fox Deutschland

(c) Fox Deutschland


Inhalt: 

Nachtwächter Larry Daley (wieder gespielt von Ben Stiller) muss sich in seinem Job einmal mehr mit einigen historischen Komplikationen herumschlagen. Diesmal wird das British Museum in London von dem Spuk heimgesucht. Mit von der Partie sind Daleys alte Freunde Teddy Roosevelt (Robin Williams), Miniatur-Cowboy Jedediah (Owen Wilson), Sacajawea (Mizuo Peck), Attila der Hunne und Pharao Ahkmenrah, dessen magische Tafel für die Erweckung des Museumsinventars überhaupt erst verantwortlich ist. In London trifft Larry Daley auf britische Ikonen wie beispielsweise Sir Lancelot (Dan Stevens), aber auch auf einen weiteren ägyptischen Pharao (Ben Kingsley). Nicht alle Ausstellungsstücke heißen den neuen Nachtwächter im British Museum willkommen – langweilig werden seine Schichten auch dieses Mal nicht…

Bewertung:

Schon die ersten beiden Filme der Reihe waren eine polternde Mischung aus Effektspektakel und gutgelaunter Albernheit, versehen mit einem Schuss Sentimentalität. Am besten geht die Formel immer dann auf, wenn mit den offensichtlichen Paradoxien der Erzählung und ihren verschiedenen Ebenen gespielt wird. Wenn etwa die berühmte Lithografie „Relativität“ von M.C. Escher mit ihren optischen Täuschungen urplötzlich zur dreidimensionalen Stolperfalle und zum Schauplatz eines irren Duells wird. Der Wortwitz im 3. teil entspricht den Gags mit Affenpisse an anderer Stelle – feinsinnig ging es in „Nachts im Museum“-Filmen noch nie zu.  Aber selbst die albernsten Pointen werden von Vollblutkomikern wie Owen Wilson („Midnight In Paris“) und Steve Coogan („Philomena“) ohne falsche Scheu ausgespielt.
 
Dana Stevens als etikettenbewusster Lancelot ist der schillerndste Reihenneuzugang, dazu kommen Ben Kingsley als würdevoller Pharaoh und Rebel Wilson als enthemmte Londoner Nachtwächterin, die sich mit dem Steinzeitmenschen Laaa ihren animalischen Trieben hingibt. Das muss allerdings jugendfrei bleiben und so ist das Gerangel eher kurios als komisch. Das übliche Geplänkel zwischen Ben Stiller und seinem Filmsohn wiederum erscheint auch diesmal als reine Konvention und Füllmaterial, Ähnliches gilt auch für einige Actionsegmente. Wehmut beschleicht den Kinofan dagegen, wenn Stiller seine Vorgänger besucht und es eine letzte kurze gemeinsame Szene der Veteranen Dick Van Dyke, Bill Cobbs und des im April 2014 verstorbenen Mickey Rooney gibt. Und wenn die Wachsgeschöpfe aus dem Museum beim Aufgehen der Sonne buchstäblich dahinzuschmelzen drohen, dann hat die Szene ohnehin fast etwas Poetisches, aber beim Anblick des wehmütig Abschied nehmenden Robin Williams in seinem finalen Auftritt als Teddy Roosevelt bekommt das Filmthema von Wiederbelebung und Vergänglichkeit noch eine ganz andere Dimension und „Nachts im Museum 3“ beweist, dass der Tod nicht das Ende ist.

Fazit:

Beim vorläufigen Abschluss der „Nachts im Museum“-Reihe bleibt das meiste wie es war: Auch der dritte Teil bietet durchschnittliche Familienunterhaltung auf hohem technischen Niveau. Dafür vergebern wir mittelmäßige 5 von 10 Punkte. (mk)

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