Facts:
Genre: Fantasy
Regie: Shawn Levy
Cast: Ben Stiller, Robin Williams, Owen WilsonGenre: Fantasy
Regie: Shawn Levy
Laufzeit: 97 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
Verleih: Fox Deutschland
Verleih: Fox Deutschland
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| (c) Fox Deutschland |
Inhalt:
Nachtwächter Larry Daley (wieder gespielt von Ben Stiller) muss sich in seinem Job
einmal mehr mit einigen historischen Komplikationen
herumschlagen. Diesmal wird das British Museum in London von dem Spuk
heimgesucht. Mit von der Partie sind Daleys alte Freunde Teddy Roosevelt
(Robin Williams), Miniatur-Cowboy Jedediah (Owen Wilson), Sacajawea
(Mizuo Peck), Attila der Hunne und Pharao Ahkmenrah, dessen magische Tafel für die Erweckung des
Museumsinventars überhaupt erst verantwortlich ist. In London trifft
Larry Daley auf britische Ikonen wie beispielsweise Sir Lancelot (Dan
Stevens), aber auch auf einen weiteren ägyptischen Pharao (Ben
Kingsley). Nicht alle Ausstellungsstücke heißen den neuen Nachtwächter
im British Museum willkommen – langweilig werden seine Schichten auch
dieses Mal nicht…
Bewertung:
Schon die ersten beiden Filme der Reihe waren eine polternde Mischung aus Effektspektakel und gutgelaunter
Albernheit, versehen mit einem Schuss Sentimentalität. Am besten geht
die Formel immer dann auf, wenn mit den offensichtlichen Paradoxien der
Erzählung und ihren verschiedenen Ebenen gespielt wird. Wenn etwa die
berühmte Lithografie „Relativität“ von M.C. Escher mit ihren optischen
Täuschungen urplötzlich zur dreidimensionalen Stolperfalle und zum
Schauplatz eines irren Duells wird. Der Wortwitz im 3. teil entspricht den Gags
mit Affenpisse an anderer Stelle – feinsinnig ging es in „Nachts im
Museum“-Filmen noch nie zu. Aber selbst die albernsten Pointen werden
von Vollblutkomikern wie Owen Wilson („Midnight In Paris“) und Steve
Coogan („Philomena“) ohne falsche Scheu ausgespielt.
Dana Stevens als etikettenbewusster Lancelot ist der schillerndste
Reihenneuzugang, dazu kommen Ben Kingsley
als würdevoller Pharaoh und Rebel Wilson als enthemmte
Londoner Nachtwächterin, die sich mit dem Steinzeitmenschen Laaa ihren animalischen Trieben hingibt. Das muss
allerdings jugendfrei bleiben und so ist das Gerangel eher kurios als
komisch. Das übliche Geplänkel zwischen Ben Stiller und seinem Filmsohn
wiederum erscheint auch diesmal als reine Konvention und Füllmaterial,
Ähnliches gilt auch für einige Actionsegmente. Wehmut beschleicht den
Kinofan dagegen, wenn Stiller seine Vorgänger besucht und es eine letzte
kurze gemeinsame Szene der Veteranen Dick Van Dyke,
Bill Cobbs und des im April 2014
verstorbenen Mickey Rooney gibt. Und wenn die
Wachsgeschöpfe aus dem Museum beim Aufgehen der Sonne buchstäblich
dahinzuschmelzen drohen, dann hat die Szene ohnehin fast etwas
Poetisches, aber beim Anblick des wehmütig Abschied nehmenden Robin
Williams in seinem finalen Auftritt als Teddy Roosevelt bekommt das
Filmthema von Wiederbelebung und Vergänglichkeit noch eine ganz andere
Dimension und „Nachts im Museum 3“ beweist, dass der Tod nicht das Ende
ist.
Fazit:
Beim vorläufigen Abschluss der „Nachts im Museum“-Reihe bleibt das
meiste wie es war: Auch der dritte Teil bietet durchschnittliche
Familienunterhaltung auf hohem technischen Niveau. Dafür vergebern wir mittelmäßige 5 von 10 Punkte. (mk)

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