Facts:
Genre: SciFi, Abenteuer
Regie: Wes Ball
Cast: Dylan O'Brien, Kaya Scodelario, Thomas Brodie-Sangster
Laufzeit: 142 Minuten
FSK: ab 12
Jahre
Verleih: Fox Deutschland
Inhalt:
Thomas (Dylan O'Brien), seine Freunde und die Widerstandskämpfer von The
Right Arm haben sich der mächtigen Organisation WCKD gestellt und
wissen nun, warum die „Auserwählten“ so hartnäckig verfolgt werden – in
ihnen steckt der Schlüssel zu einem Heilmittel für ein Virus, das "der
Brand" genannt wird und dem der Großteil der Menschheit bereits zum
Opfer gefallen ist. Nach einem Kampf sind einige von Thomas‘ Freunden in
die Hände der Organisation und deren skrupellosen Leiters Janson (Aidan
Gillen) gefallen – doch Thomas kann nicht akzeptieren, dass sie zum
Wohle anderer ihr Leben lassen sollen, und auch mit der zur Gegenseite
gewechselten Teresa (Kaya Scodelario) hat er noch eine Rechnung offen.
Mit seinen verblieben Mitstreitern macht sich Thomas auf den Weg in die
Letzte Stadt, wo WCKD seinen Hauptsitz hat – und dieser Weg führt sie
ausgerechnet dorthin, wo alles begann.
Bewertung:
Nach dem mitreißenden Auftakt verfallen die Filmemacher zunächst allerdings wieder in die Erzählmuster aus Teil 2. Ähnlich wie dort rennen Thomas und Co. auch in „Die Auserwählten in der Todeszone“ erst einmal so lange von A nach B, bis sie mit einer gefährlichen Aufgabe konfrontiert werden. Sobald diese gemeistert ist, wird weiter gesprintet, ehe sie sich der nächsten Herausforderung stellen müssen. Einige Stationen sind dabei mehr (Stichwort: Zombieattacke), einige weniger geglückt – aber die Figurenzeichnung wird dabei gerade im Anbetracht einiger überraschender Verwicklungen etwas vernachlässigt und so löst auch die Rückkehr einer bekannten Figur weniger Euphorie aus, als man es in dieser Situation erwartet hätte. Geschickt streut Drehbuchautor T.S. Nowlin dagegen mehr und mehr Zweifel über den Zweck der ganzen WCKD-Mission. Bis zur finalen Auflösung (die einer strengen logischen Überprüfung dann leider nicht ganz standhält) legt er immer wieder falsche Fährten und lässt den Zuschauer damit lange im Unklaren darüber, ob hinter den Plänen des skrupellosen Anführers Janson tatsächlich nur das ehrenvolle Vorhaben steckt, ein Heilmittel gegen das Virus zu finden.
In der zweiten Filmhälfte lösen sich Regisseur Ball und Autor Nowlin dann zunehmend von ihrem starren Hangeln von einer Actionsequenz zur nächsten, konzentrieren sich mehr auf die eigentliche Handlung und dringen zum emotionalen Kern der Geschichte vor. Während Dylan O’Brien trotz der widrigen Drehumstände, die ihm punktuell anzusehen sind, erneut souverän den Anführer und Sympathieträger gibt, liegt ein starker Fokus auf Kaya Scodelarios Teresa mit ihrem moralischen Dilemma und auf dem gesundheitlich stark eingeschränkten Newt (Thomas Brodie-Sangster). Verkamen die Protagonisten im zweiten Teil fast schon zu austauschbaren Actionhelden, werden diesmal die Auswirkungen der Ereignisse auf die einzelnen Figuren in intimen Dialogen erforscht. Und weiterhin gilt, dass hier niemand sicher sein kann, auch wirklich bis zum Ende zu überleben – in diesem Punkt bleiben die Macher ihrer unberechenbaren und spannungsfördernden Linie treu.
Inszenatorisch ist „Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone“ klar der aufwändigste der drei Teile. Neben einer an „The Walking Dead“ erinnernden Hatz zwischen Menschen und Zombies, die den ohnehin überraschend hohen Härte- und Gewaltgrad des Franchise noch einmal in die Höhe schraubt, überzeugen vor allem eine halsbrecherische Rettungsmission mithilfe eines Krans sowie eine Verfolgungsjagd durch die labyrinthartigen (!) Gänge der Forschungseinrichtung. Zugleich hat der 140-minütige Film in der zweiten Hälfte allerdings auch Längen. Insbesondere der von „Game of Thrones“-Star Aidan Gillen verkörperte Janson spult mehrmals bemühte Schurkenreden ab, nur um seine Gegner im letzten Moment doch nicht zu töten. Das macht „Die Auserwählten in der Todestone“ gerade auf der Zielgeraden deutlich zäher als es der flotte Einstieg versprochen hat – trotzdem kann die Trilogie alles in allem als eine der besseren der auf das Young-Adult-Publikum zugeschnittenen Filmreihen der vergangenen Jahre gelten.
Fazit:
„Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone“ ist ein solides Franchise-Finale, das mit ausgeklügelter, zum Großteil handgemachter Action punktet, die die erzählerischen Finessen des ersten Teils aber nicht mehr erreicht. Daher vergeben wir nur 6,5 von 10 heilmittelresitente Punkte. (mk)

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