Genre: Fantasy
Regie: Robert Stromberg
Cast: Angelina Jolie, Elle Fanning, Juno Temple
Laufzeit: 98 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
Verleih: Walt Disney Germany
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| (c) Walt Disney Germany |
Inhalt:
Maleficent ist eine schöne, warmherzige junge Fee (Isobelle Molloy), die in einem friedvollen Waldkönigreich lebt. Eines Tages verirrt sich Stefan (Michael Higgins), ein Junge aus der benachbarten Menschenwelt, in der es weit weniger friedlich zugeht, in Maleficents Heimat. Die Fee und der Mensch werden Freunde und es kommen irgendwann auch romantische Gefühle zwischen ihnen auf, doch schließlich zieht es Stefan zurück in das Reich der Menschen. Dessen König Henry (Kenneth Cranham) will die Feenwelt um jeden Preis erobern, doch gegen Maleficents (nun: Angelina Jolie) magische Kräfte kommt er nicht an. Als alle anderen Pläne versagen, verspricht er demjenigen Thron und Tochter, der es fertigbringt, die scheinbar unbesiegbare Fee in die Knie zu zwingen. Stefan (nun: Sharlto Copley) nimmt die Herausforderung an und begibt sich nach langer Abwesenheit erneut in die Wälder des Feenwelt. Er täuscht Maleficent Liebe vor und raubt ihr im Schlaf ihre imposanten Feenflügel. Die so Betrogene ist tief traurig und verbittert, und als sie Jahre später die Gelegenheit bekommt, nimmt sie fürchterliche Rache. Sie verflucht Aurora, die Tochter des inzwischen zum König gekrönten Stefan: Das Mädchen soll am Tag nach seinem 16. Geburtstag in ewigen Schlaf fallen...
Bewertung:
Nach Gesamteindruckstechnischen 0815 umgesetzten Möchtegern Märchen Katastrophen der letzten Jahre wie z.b. Disneys Realfilm Forsetzung zu Alice im Wunderland, der eigentlich lieber Der Hutmacher im Actionland hätte heißen wollen(?) oder auch Die fantastische Welt von Oz, die außer dieser zu Beginn des Filmes rein gar nichts für mich zu bieten hatte, gab ich die Hoffnung schon auf. Was sollte da schon großartig anders werden bei Maleficent? Deswegen blieb ich dem Kino erstmal fern. Das Ergebnis nun nach der Sichtung auf Blu Ray lautet definitiv: Absolut alles. Ich fange wieder an Angelina Jolie richtig zu mögen, gar zu lieben für den Film.
Verglichen mit Alice und Oz, den voriegen beiden großen Disney Märchen Produktionen, bietet der Maleficent Film als neue Version der Dornröschen Geschichte alles was man bei den beiden anderen vermisst hat, baut trotzdem viele neue Elemente ein und setzt dabei diese auch noch richtig gut um. Der Film übertrumpft für mich auch locker viele andere Fantasy Filme, die von der Laufzeit her zwar oft fast um das doppelte länger sind als nur 97 Minuten, aber bei Maleficent versucht man gar nicht erst durch lange langsame Dialoge den Film zu strecken. Dialoge sind trotzdem viele vorhanden so das der Film nie z.b. in ein langweiliges wortloses CGI Actionspetakel ausarten könnte, wie manch anderer Film in der heutigen Zeit. Die Dialoge haben ein gutes Tempo und sind intensiv. Das finde ich spitze gelöst.
Die Geschichte spielt hauptsächlich aus der Sicht von Maleficent, die sich als junges Mädchen bereits in den späteren König der Menschen verliebt. Doch als ihr eine wirklich grausame Tat wiederfährt ändert sich zunächst alles und Zeit der Rache beginnt. Maleficent ist die Beschützerin der Waldmoore und führt Unmengen an fantastischen Fabelwesen an, die man als Zuschauer auch alle zu Gesicht bekommt. Sie durchlebt in dem Film auch die ganze Gefühlspalette. Liebe, Trauer, Entsetzen, Wut, Hass, Mitgefühl, Freude - einfach alles macht sie einmal durch.
Das führt dazu das die Geschichte sich so ganz anders entwickelt als man Dornröschen kennt und man will erst die damals noch typische "Malefiz" vermissen. Allerdings fängt man mit den neuen Entwicklungen an den Film so richtig zu mögen und zu Maleficents Motiven zu halten (was nicht zuletzt auch an Angelina Jolies klasse Leistung liegt) und kann über das Verhalten der Menschen immer nur wieder den Kopf schütteln wie dumm, naiv und grausam die menschliche Natur doch oft sein kann.
Und trotz das sich vieles anders entwickelt als man es kennt schafft der Film auch noch das Kunststück, das so viel neues vorkommt, Horden von Fabelwesen gezeigt werden und doch noch alle Elemente aus der original Geschichte mindestens einmal irgendwie vorkommen, nur eben anders eingesetzt aber so, das es richtig Spass macht sich das anzusehen.
Maleficent ist einfach endlich das, was der neuere Alice und Oz Film gerne gewesen wären. Ein richtig guter Disney Fantasy Realfilm und ein spitzen Blockbuster zugleich, mit Massenschlacht, viel Liebe und Bildgewalt, der einem jeden Filmabend versüßt. Nach diesem klasse Film habe ich Angelina Jolie nun wieder ganz groß auf dem Merkzettel. Kann nur immer wieder meine absolute Empfehlung für dieses Highlight aussprechen.
Die Extras der Blu Ray zeigen unter anderem auch wie der Dreh der Eindrucksvollen Massenschlacht entstanden ist. Der orchestrale Soundtrack zum Film fetzt richtig rein und das Bild ist eh ein Genuss, besonders wenn die Waldmoore gezeigt werden. Mehr kompakte Qualität für 97 Minuten Film kann man nicht erwarten. Der Film macht einfach alles richtig was Alice und Oz vorher noch falsch gemacht hatten. Da wünscht man sich 100 mal eher eine Maleficent Fortsetzung als jetzt demnächst den geplanten nächsten Alice Film.
Auch noch ein sehr interessantes zu erst kleines, aber dann doch feines Detail mit großartigen Auswirkungen ist die Regie von Robert Stromberg bei dem Film. Das besondere daran ist einfach das er vorher an vielen Filmen immer nur die Visual Effects gemacht hat, zuletzt sogar für Disneys Alice und Oz. Nun hat er selber einen Film in Form von Maleficent gedreht mit seiner Effekte Erfahrung und heraus kam ein Film den ich persönlich viel besser finde als die anderen beiden zusammen und warum? Weil Stromberg es geschafft hat seine Effekte Erfahrung mit einer ordentlichen Handlung nach seinen Vorstellungen mit Bravur zu kombinieren! Und das war erst sein erster Film als Regisseuer! Der Mann hat Talent!
Fazit:
Hollywoods Märchenfilmwelle macht es möglich: Aus der bösen Fee im Animationsklassiker „Dornröschen“ wird die Hauptfigur eines faszinierend uneinheitlichen 3D-Fantasy-Spektakels, bei dem neben dem Designteam vor allem die Schauspielerinnen Akzente setzen. Damit verdient sich der Film märchenhafte 8 von 10 Punkten. (mk)

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